"KURIER"-Kommentar von Nicholas Bukovec: "Zu wenig zum Leben"

Die Regierung muss die Pensionen stärker erhöhen als geplant.

Wien (OTS) - Die Seniorenvertreter wehren sich zu Recht.
Es wäre schlicht unmenschlich, würde die Regierung die Pensionen nur um 1,7 Prozent erhöhen, so wie das gesetzlich vorgesehen ist. Wenn die Wirtschaft boomt und die Realeinkommen steigen, dann darf es nicht sein, dass Tausende Mindestpensionisten nicht einmal ihren bescheidenen Lebensstandard halten können.
Die derzeitige Teuerungswelle trifft die Pensionisten härter als alle anderen Bevölkerungsgruppen. Das muss die Regierung berücksichtigen, wenn sie in den kommenden Wochen mit Blecha & Co. über eine zusätzliche Erhöhung verhandelt.
Die Seniorenvertreter haben bei dem Poker gute Karten. Sie vertreten zwei Millionen bestens organisierte Betroffene und haben der Regierung bereits die Rute ins Fenster gestellt: "Wahlen gibt es immer wieder." FPÖ, Grünen und BZÖ ist das wohl bewusst, wenn sie jetzt nach einer besonders kräftigen Erhöhung der Pensionen rufen. Zu hoffen ist, dass sich Regierung und Seniorenvertreter auf einen fairen Kompromiss einigen: Eine Anhebung der Renten mit Augenmaß, die nicht einseitig zu Lasten der Jungen oder der Alten geht.

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