Österreicher liefern Hightech-Fassade für Fußball WM Stadion in Südafrika

Rieder und Valenta erhalten zehn Millionen Euro Großauftrag

Wien (OTS) - Das Soccer City Stadion in Johannesburg gilt derzeit als die größte Stadionbaustelle der Welt. Für die Realisierung ist österreichisches Know-how gefragt. Die innovativen Unternehmen Rieder Smart Elements aus Maishofen in Salzburg und Metallbau Valenta aus Fieberbrunn in Tirol setzen die beeindruckende Außenhülle des WM-Stadions in den typischen afrikanischen Farben um. Der Großauftrag beläuft sich auf zehn Millionen Euro. Neben der technischen und ästhetischen Lösung konnte sich die Fassade aus Glasfaserbeton vor allem durch ihren ökologischen Vorteil gegen internationale Mitbewerber durchsetzen. Zwölf Monate von der Vorfertigung bis zur Montage haben die beiden österreichischen Unternehmen Zeit für die Konstruktion der Außenhaut. Im neuen Wahrzeichen der Fußball-WM 2010 finden das Eröffnungs- und Finalspiel statt.

Zwei österreichische Unternehmen bereits jetzt im Finale der Fußball-WM 2010

Das Salzburger Unternehmen Rieder realisiert weltweit außergewöhnliche Architektur-Projekte. Mit dem in Beton gehüllten "Zaragoza Bridge Pavillon" von Zaha Hadid für die EXPO 2008 in Spanien hat Rieder dieses Jahr bereits ein richtungweisendes Großprojekt umgesetzt. Jetzt wird der steile Aufstieg fortgesetzt:
Rieder fasst nun gemeinsam mit dem Tiroler Metallbauspezialisten Valenta in Südafrika Fuß und konnte ein spektakuläre Projekt gewinnen: Die Soccer City im Herzen von Johannesburg, der emotionale Mittelpunkt der FIFA WM 2010. Beginnt für die österreichische Fußballnationalmannschaft erst der harte Weg nach Johannesburg, werden zwei Österreicher beim Finale "live" dabei sein. Die österreichischen Firmen Rieder und Valenta übernehmen für die südafrikanischen Veranstalter den Umbau der bestehenden Soccer City. Sie sorgen für die besondere Kulisse im Stadion, während Milliarden von Fernsehzuschauern ihr Interesse auf die Südspitze von Afrika richten. Nach dem Ausbau wird die Soccer City das größte Stadion Afrikas sein. Knapp 95.000 Fußballfans werden darin Platz finden.

Österreichisches Know-how für die weltgrößte Stadionbaustelle

Die Soccer City entspricht nicht nur bautechnisch den höchsten Anforderungen einer modernen Fußball-Arena. Auch optisch wird die vom südafrikanischen Architekturbüro Boogertman Urban Edge & Partner geplante Soccer City zu einem Wahrzeichen Südafrikas und der FIFA WM 2010. Ein Fußballstadion wie ein "African Pot", das in typisch afrikanischen Farben leuchtet. Dafür haben sich die Architekten das Know-how zweier österreichischer Unternehmen geholt, die die Realisierung dieses unkonventionellen Designs möglich machen: Von Rieder Smart Elements stammen 30.000 Quadratmeter fibreC-Elemente, aus denen sich die Stadionhülle zusammensetzt. Die Firma Valenta entwickelt und liefert über 100.000 speziell gefertigte Stahlelemente für die Unterkonstruktion der insgesamt 43.000 Quadratmeter umfassenden Außenhülle. Hergestellt werden die Betonelemente im bayrischen Kolbermoor, die neue Fassade wird dann vor Ort in Südafrika auf die Unterkonstruktion montiert. Dafür werden Rieder und Valenta eine eigene Feldfabrik in Südafrika errichten.

Die imposante Gebäudehülle ist unterteilt in das Dach aus transparenten Polycarbonat-Elementen und der Fassade aus fibreC Glasfaserbeton. Die Kantenlängen der fibreC-Elemente betragen 1,2 mal 1,8 Meter. Insgesamt 2.100 Module zu je 16 fibreC Platten werden in der Feldfabrik vorgefertigt. Die 13 Millimeter starken Fassadenelemente halten Wind und Wetter Stand. Darüber hinaus entspricht die fibreC Fassade hohen Anforderungen bezüglich Brandschutz und Beständigkeit. "Mit einem äußerst intelligenten und innovativen Fassadenkonzept haben wir es geschafft, uns gegen eine Vielzahl internationaler Mitbewerber durchzusetzen", freuen sich Wolfgang Rieder und Josef Valenta. Neben der technischen und ästhetischen Lösung überzeugte die Architekten vor allem der ökologische Vorteil von fibreC. Denn durch das ausgezeichnete Öko-Profil liegt der Energieverbrauch von fibreC deutlich unter dem alternativer Fassadenprodukte: Die Herstellung von fibreC benötigt 40 Prozent weniger Primärenergie als Aluminiumfassaden oder Faserzementplatten. HPL-Fassaden (high pressure laminates) verbrauchen sogar fünfmal soviel Energie verglichen mit fibreC. Für die Umsetzung der gesamten Gebäudehülle ist ein Zeitraum von zwölf Monaten geplant. In dieser Zeitspanne werden alle Teilaufgaben wie Zuschnitt, Konfektionierung, Herstellen der Befestigungsprofile, Abdichtungen etc. umgesetzt und die Montage der Bauteile durchgeführt. Das Soccer City Bauprojekt beschäftigt derzeit täglich bis zu 3.000 Mitarbeiter und gilt als die größte Stadion-Baustelle der Welt. Die Fertigstellung des Projektes ist für Jänner 2009 vorgesehen.

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