Laska: Barrieren im Bildungssystem müssen abgebaut werden!

Bildungspolitik war dominierendes Thema beim "Team Talk" mit Wiens Vizebürgermeisterin

Wien (SPW) - "Chancengleichheit ist die Prämisse der sozialdemokratischen Bildungspolitik und deshalb müssen wir mit aller Kraft versuchen, Barrieren im Bildungssystem abzubauen und dieses durchlässiger zu gestalten", betonte Vizebürgermeisterin Grete Laska am Dienstag Abend im Rahmen des "Team Talk", zu dem das Team für Wien in den Ringturm geladen hatte. Dass die Veranstaltung gerade Bildungspolitik zum Thema hatte, ist kein Zufall, sorgt doch die aktuelle Diskussion für viel Diskussionsstoff in Politik und Gesellschaft, wie auch die zahlreichen Wortmeldungen der interessierten Gäste bewiesen. Laska zeigte sich darüber hoch erfreut: "Ich freue mich sehr über das große Interesse und die anregende Diskussion. Bildung geht nicht nur Eltern, Kinder und LehrerInnen etwas an, sondern ist für die gesamte Gesellschaft von größter Bedeutung. Eine Demokratie lebt schließlich von mündigen Bürgern, und dafür ist ein hohes Ausmaß an Bildung notwendig!"****

"Es ist nun das 37. Jahr, in dem ich über die gemeinsame Schule für 10-14-jährige diskutiere und ich bin nicht müde geworden, ich gebe die Hoffnung nicht auf!", bekräftigte die Vizebürgermeisterin. Dass man Bildungsministerin Schmied Fritz Neugebauer als Verhandlungspartner gegenübergesetzt habe, sei "schlicht eine Provokation seitens der ÖVP", so Laska, da Neugebauer die innovativen Vorschläge der Ministerin mit aller Kraft blockiere. Dennoch müsse man weiter mit allem Nachdruck versuchen, den Koalitionspartner zum einlenken zu bringen, "denn in Österreich ist es leider immer noch so, dass die soziale und Bildungssituation der Eltern auch die Situation ihrer Kinder bestimmt. Und deshalb ist auch die AkademikerInnenquote seit den Siebzigern nicht gestiegen. Hier ist dringendst Bildungsmobilität gefragt!". Dass gut ausgebildete Arbeitskräfte günstig für den Wirtschaftsstandort Österreich sind, habe mittlerweile auch die Wirtschaft erkannt. Die ÖVP bekomme nun zu Recht Kritik aus den eigenen Reihen zu hören, merkte die Vizebürgermeisterin an: "Österreich muss endlich ein Bildungssystem aufbauen, dass den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entspricht!"

Wo immer möglich, gehe Wien mit gutem Beispiel voran, unterstrich Laska, und verwies unter anderem auf die Vorreiterrolle der Stadt in Sachen Kinderbetreuung: "Bei uns in Wien ist der Kindergarten eine familienergänzende Bildungseinrichtung!" Das bedeute nicht nur höchste Qualität, sondern auch Öffnungszeiten, die mit dem Beruf der Eltern vereinbar sind, so die Vizebürgermeisterin, denn nur so könne die Unabhängigkeit und die Erwerbstätigkeit der Frauen gesichert werden. Die Kindergärten der Stadt Wien haben im Durchschnitt 11 Stunden am Tag geöffnet, in den rund 50 Betriebskindergärten sind die Öffnungszeiten sogar noch besser an die Arbeitszeiten der Eltern angepasst. Laska: "Finden Sie so ein Service zu diesem Preis einmal in einem anderen Bundesland!" Auch im Bereich der Schulbildung habe die Stadt eine Vielzahl neuer Initiativen und Schwerpunkte gesetzt, die garantieren, dass Wiens Schulen beispielgebend für ganz Österreich bleiben. Als Beispiele nannte sie etwa die Senkung der KlassenhöchstschülerInnenzahl in den Volksschulen oder das Schulsanierungsprogramm mit dem neuen "Campusmodell". Letzteres sei "gewissermaßen ein Placebo für jene, die beim Wort Ganztagsschule gleich aufschreien", so Laska, und beinhalte qualitativ hochwertige Ganztagsbetreuung sowie - in Kooperation mit Institutionen und Vereinen aus dem Bereich des Sports und der Musik - erweiterte Angebote im kreativen Bereich: "Schule ist mehr als nur Wissenstransfer!" (Schluss) lk

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