ÖGB-Thum: Nachhaltige Pensionsanpassung statt Almosen

Resolution: Einmalzahlungen können den Lebensstandard nicht dauerhaft sichern

Wien (ÖGB) - "Alle Parlamentsparteien haben schon vor einem Jahr gemeinsam beschlossen, dass die Pensionsanpassung zumindest die erhöhten Lebenshaltungskosten abdecken muss. Und was kommt jetzt? Nichts als Almosen ohne Nachhaltigkeit", empört sich Werner Thum, der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen. Thum bleibt bei seiner Forderung nach einer Pensionserhöhung um 2,1 Prozent.++++

Vor den Wahlen waren alle Parteien der Meinung, dass den PensionistInnen eine Pensionsanpassung zustehen soll, die es ihnen erlaubt, ihren Lebensstandard zu halten. "Dafür müssen die Pensionen aber mindestens um den Pensionistenindex erhöht werden. Damit die Steigerung dauerhaft und nachhaltig wirksam ist, muss es eine prozentuelle Erhöhung geben und nicht nur Almosen in Form von Fixbeträgen", sagt Thum.

Diese Forderung hat auch der Bundespensionistenausschuss des ÖGB in einer Resolution, die heute an alle Mitglieder der Bundesregierung gegangen ist, erhoben. In der Resolution heißt es: "Den PensionistInnen wurden seit dem Jahr 2000 seitens der schwarz -blau/orangen Regierungen die zugesicherte Wertsicherung ihrer Pensionen durch sog. Einmalzahlungen, Teuerungsabgeltungen bzw. einer unter der jeweiligen Inflationsrate liegenden Pensionsanpassung verwehrt. Damit wurde nicht nur die jeweilige Teuerungsabgeltung für den in Betracht zu ziehenden Zeitraum ungerechterweise verhindert, sondern darüber hinaus auch jedes Jahr eine ‚permanente Pensionskürzung’, durch die Nichtaufnahme der vorherig angeführten Einmalbeträge und Teuerungsabgeltungen in die Berechnungsbasis für die prozentmäßige Pensionserhöhung, durchgeführt."

Plus 2,1 Prozent für ALLE PensionistInnen gefordert

Die ÖGB-PensionistInnen verlangen, dass die Pensionserhöhung um 2,1 Prozent für alle PensionsbezieherInnen gelten muss. Auch bei Pensionen über der Höhe von 1.965 Euro darf ein Fixbetrag die prozentuelle Erhöhung nicht ersetzen. In der Resolution heißt es dazu: Wir fordern daher "die Bundesregierung dringend auf, eine der bisherigen und noch weiter anhaltenden exorbitanten Preisentwicklung entsprechende Pensionsanpassung 2008, mindestens im Ausmaß des für die PensionistInnenenhaushalte errechneten Preisindex von 2,1 Prozent für ALLE PensionistInnen zu beschließen!"

SERVICE: Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne den vollständigen Text der Resolution zu.(fk)

ÖGB, 24. Oktober 2007 Nr. 646

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