Kickl: "Blue Card" kommt für die FPÖ nicht in Frage

Qualifizierung österreichischer Arbeitnehmer muss Vorrang vor wirren EU-Plänen haben

Wien (OTS) - "Die Bekämpfung der europaweit hohen Arbeitslosigkeit ist das Gebot der Stunde, und nicht unausgegorene Pläne zur Verstärkung des Migrationsdrucks", erklärte heute FPÖ-Arbeitnehmersprecher NAbg. Herbert Kickl zu den aktuellen EU-Plänen für ausländische Arbeitskräfte. Eine "Blue Card" werde trotz aller üblichen Beteuerungen der EU-Kommission sehr wohl die Türen für Millionen von minder qualifizierten Zuwanderern weit aufmachen. Alleine die Tatsache, dass nach 6 Monaten ein Familiennachzug geplant sei und alle Arbeitskräfte aus Drittstaaten mit EU-Bürgern gleichgestellt werden sollten, zeige die wahren Absichten hinter diesem Projekt. Nach der geplanten Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes für die osteuropäischen EU-Staaten drohe durch solche Pläne nun auch eine Invasion von Billigarbeitskräften aus Drittstaaten. Solche Pläne seien in Wahrheit nur ein weiterer Beweis für die Abgehobenheit der Herrschaften in Brüssel, die im Grunde nur mehr willfährige Handlanger des internationalen Großkapitals seien. "Dass sich ÖVP-Arbeitslosenminister Bartenstein begeistert über solche Vorhaben zeigt, war natürlich zu erwarten", bemerkte Kickl. Man erwarte sich hier auch endlich den schon lange notwendigen Widerstand der Sozialdemokraten und der kritischen Geister in der Volkspartei.

Den Regierungsparteien SPÖ und ÖVP müsse klar sein, dass sie sich in dieser Frage ohne Wenn und Aber auf die Seite der österreichischen Arbeitnehmer stellen müßten, so Kickl weiter. Zuerst müsse der inländische Arbeitsmarkt vollständig ausgereizt werden, bevor man überhaupt an eine etwaige Hereinholung ausländischer Schlüsselarbeitskräfte denke. Österreich müsse sich auch künftig genau aussuchen können, wen es zwecks Arbeitskräftemangel ins Land hole. Diese Karte dürfe man nicht leichtfertig aus der Hand geben. "Derartige brandgefährliche Pläne sind nur eine weitere Bestätigung für die EU-kritische Haltung der FPÖ und geben unserem Kurs Recht, weiter unermüdlich auch mit unserer laufenden Kampagne zur EU-Verfassung gegen die Bevormundung durch Brüssel zu kämpfen. Eine Blue Card wäre jedenfalls der Todesstoß für den österreichischen Arbeitsmarkt", schloss Kickl.

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