Kranzl: Österreichische Mitarbeit bei ESA noch ausbauen

20 sehr erfolgreiche Jahre für ESA und Österreich

Wien (SK) - "Die österreichische Unterstützung für die ESA wird eine dauerhafte sein", erklärte Christa Kranzl, Staatssekretärin im Infrastrukturministerium, am Mittwoch im Rahmen des Festaktes "20 Jahre Österreichische Mitgliedschaft bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA". "Diese 20 Jahre waren sehr erfolgreich für Österreich. Ich bin zuversichtlich, dass wir das in Zukunft noch ausbauen werden", betonte Kranzl. Österreich habe "eine hochspezialisierte Industrie, die mit weltweit agierenden Raumfahrtagenturen zusammenarbeitet". Drei Punkte seien ausschlaggebend für das Engagement Österreichs: politische, ökonomische und soziale Gründe, so die Staatssekretärin. ****

"Ich freue mich, dass Bundespräsident Fischer, damals als Wissenschaftsminister, dazu beigetragen hat, dass Österreich aktives Mitglied der ESA wurde", so Kranzl. Die Rahmenbedingungen für die österreichische Mitarbeit in der ESA seien auch "für die nächsten 15-20 Jahre vielversprechend". Die Verabschiedung einer eigenen EU-Raumfahrtspolitik sei ein weiteres Beispiel für die positive Entwicklung der ESA. In den vergangenen fünf Jahren hat Österreich zusätzlich zu den ESA-Programmen auch ein nationales Raumfahrtprogramm(ASAP) implementiert, erklärte die Staatssekretärin. So werde es österreichischen Akteuren in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Anwendungen ermöglicht ihre Stärken noch auszubauen.

Drei Gründe für österreichisches Engagement

Das österreichische Engagement in der ESA habe politische, ökonomische und soziale Gründe: Österreich könne in diesem Sektor "selbstständiges Bewusstsein und Unabhängigkeit erreichen und seine Wissens- und Technologieexzellenz dokumentieren", so Kranzl. Als "best-practice Beispiel" fungiere hierbei das Institut für Weltraumforschung der Akademie der Wissenschaften, welches Kooperationen mit weltweit agierenden Raumfahrt-Agenturen habe. Aus ökonomischer Perspektive, merkte Kranzl an, sei "der Nutzen aus dem wirtschaftlichem Leben nicht mehr wegzudenken". So habe Siemens Space Business ein "System entwickelt, mit dem Internet auch dort zur Verfügung gestellt werden kann, wo kein terrestrisches Netz besteht". Als soziale Gründe nannte die Staatssekretärin "die Erweiterung des Wissens und die Verbesserung der Lebensqualität durch neue Technologien", egal ob bei Telemedizin, Flugsicherheit, Blindennavigation, Erdbeobachtung oder der Erhebung von Klimadaten.

Seit den Anfängen der Raumfahrt "wurde viel gemacht". Für die Zukunft möchte Kranzl noch Verbesserungen in vier Bereichen erreichen: - Den Nutzen für die Gesellschaft in den Vordergrund stellen und die Nutzer in den Prozess mit einbeziehen. - Die technologische und wissenschaftliche Exzellenz auf internationaler Ebene vorantreiben. Neue Akteure suchen und motivieren. - Die industriellen Tätigkeiten international Vernetzen. - Eine aktive Rolle bei der Umsetzung der Europäischen Raumfahrtpolitik. Abschließend dankte Kranzl der ESA für die bisherigen Leistungen und sicherte "die weitere Unterstützung durch Österreich" zu. (Schluss) ar

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