Schulsozialarbeit startet an Körnerhauptschule in St. Pölten

Bohuslav: 18.000 Schüler erhalten aktive Hilfe bei persönlichen Krisen

St. Pölten (NLK) - An der Theodor Körner-Hauptschule 2 und 3 in St. Pölten starten Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, die Stadtgemeinde St. Pölten und der Verein "Young" ein Schulsozialarbeitsprojekt für rund 320 Schüler. Bis dato betreut der Verein "Young" bereits rund 12.000 Schüler an 20 Schulen in den Regionen St. Pölten, Herzogenburg, Krems, Lilienfeld, Traisen, Mödling, Guntramsdorf und Klosterneuburg. Die Palette reicht von Volks- und Hauptschulen über Polytechnische Schulen bis hin zu Berufsbildenden Höheren Schulen. Landesweit erhalten bereits mehr als 18.000 Schüler in 28 Schulen in den psychologisch schwierigen Phasen des Erwachsenwerdens persönliche Unterstützung durch Sozialarbeiter.

"Schulsozialarbeit ist in Niederösterreich eine zukunftsweisende Initiative zur Unterstützung, Beratung und Begleitung von SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen, wenn Probleme, Konflikte oder Krisen auftreten", berichtet Bohuslav. Durch persönlichkeitsbildende Maßnahmen werde versucht, Probleme bereits im Vorfeld zu vermeiden. Dies geschehe vor allem durch Förderung der sozialen Kompetenzen, der Kommunikationsfähigkeit, durch spezielle Mädchen- und Burschenarbeit sowie durch die Mitwirkung bei Unterrichtsprojekten, so Bohuslav.

Die Betreuung und Beratung erfolgt unter klaren Rahmenbedingungen, die durch Schulgesetze und durch das Landesjugendwohlfahrtsgesetz festgelegt sind. Diese Arbeit wird durch die Fördermittel des Landes Niederösterreich und der jeweiligen Gemeinden finanziert, wobei das Land zu zwei Drittel und die jeweilige Gemeinde zu einem Drittel für die Kosten aufkommen. Das Land Niederösterreich fördert landesweite Schulsozialarbeit in diesem Schuljahr mit rund 400.000 Euro.

"Die Schule von heute muss sich immer neuen Herausforderungen stellen. Der steigende Druck auf SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen birgt ein hohes Konfliktpotenzial, daher muss es in unserem Interesse liegen, durch Prävention und niederschwellige Maßnahmen diese Situation zu entschärfen und Hilfen zur Bewältigung der individuellen Krisen anzubieten", meinte Bohuslav. In Niederösterreich gebe es dazu im Bundesländervergleich das bisher dichteste Angebot, sowohl im Hinblick auf die Zahl der beteiligten Schulen als auch in Bezug auf die Bandbreite der Schultypen.

Landesweit bieten außer dem Verein "Young" in St. Pölten auch noch das "Institut K.o.m.m." in Pottenbrunn, der Verein "Jugend und Kultur" in Wiener Neustadt, der Verein "Jungendinitiative Triestingtal" in Berndorf , der Verein "Tender" in Mödling und der Verein "Jugendservice Ybbstal" in Waidhofen an der Ybbs dieses Service an. Aufgrund der guten Akzeptanz und Nachhaltigkeit der Schulsozialarbeit ist in diesem Schuljahr eine Ausweitung auf Amstetten, Mödling, Schwechat und Perchtoldsdorf geplant.

Nähere Informationen: Mag. Florian Aigner, Telefon 02742/9005-12199, e-mail florian.aigner@noel.gv.at.

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