Rossmann zu ÖVP: AlleinerzieherInnen wahre VerliererInnen bei Familiensplitting

Frankreich bevorzugt laut OECD-Daten Singles und Verheiratete

Wien (OTS) - "Das von der ÖVP vorgeschlagene Familiensplitting-Modell würde einmal mehr die AlleinerzieherInnen belasten anstatt zu entlasten. Das zeigt ein Vergleich des Steuermodells Frankreichs mit dem derzeitigen Modell in Österreich auf Basis von OECD-Daten. AlleinerzieherInnen sollen nach Willen der ÖVP anscheinend - so wie schon beim Kinderbetreuungsgeld - einmal mehr VerliererInnen sein. Eindeutige Gewinner wären Singles und Verheiratete - ohne Kinder - in den höheren Einkommensschichten", so der grüne Finanzsprecher Rossmann.

So würde die steuerliche Belastung für Alleinerziehende mit 2 Kindern und zwei Dritteln des Durchschnittseinkommens um 9,3 Prozentpunkte steigen, während die Steuerbelastungen für kinderlose Singles mit Durchschnittslohn um 3,9 Prozentpunkte sinken würde. Für verheiratete Paare ohne Kinder würde sogar die Steuerbelastung um 4,4 Prozentpunkte sinken. Der Vergleich der Systeme zeigt weiters, dass bei den verheirateten Paaren mit Kindern die Steuervorteile bei einer Einführung des Familiensplittings nur sehr gering wären. "Kurz: Ein Abgang von der Individualbesteuerung wäre absolut kontraproduktiv und ist daher völlig abzulehnen.", so der grüne Finanzsprecher.

Der grüne Finanzsprecher: "Wie Molterer, Schüssel, Pröll & Co das Familiensplitting als familienfördernde steuerliche Maßnahme medial verkaufen können, ist mir schleierhaft. Es entspricht nicht den empirischen Tatsachen."

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