Heinisch-Hosek: ÖVP-Familie beginnt sich beim Familiensplitting aufzusplitten

Nicht alle wollen das Retro-Familienideal a la Molterer/Schüssel mittragen

Wien (SK) - "Offensichtlich ist die ÖVP beim Thema Familiensplitting doch nicht so einig, wie sie das heute bei ihrer Veranstaltung wieder vermitteln möchte", sagte SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. So hat doch gestern etwa der zweite Nationalratspräsident Spindelegger ein Alternativmodell vorgeschlagen und der ÖVP-Abgeordnete und stv. Wirtschaftskammer-Generalsekretär Mitterlehner habe bereits vor Wochen entschieden seine Zweifel am Splitting bekundet. ****

"Die ÖVP-Familie beginnt sich beim Familiensplitting aufzusplitten - was in Anbetracht der massiven ExpertInnenkritik nicht unverständlich ist", so Heinisch-Hosek. So wurde etwa vom IHS berechnet, dass das Familiensplitting die Frauenerwerbsquote deutlich senkt. "Wer das Zuhausebleiben der Frauen fördert, fördert deren Abhängigkeit. Es ist daher erfreulich, dass nicht alle in der ÖVP bereit sind, das Retro-Familienideal a la Molterer/Schüssel, das da lautet: 'Frau daheim und Mann als Ernährer der Familie' mittragen wollen", sagte Heinisch-Hosek, die abschließend betonte: "Ich hoffe, dass sich die ÖVP in Zukunft mehr auf die im Regierungsprogramm festgelegten Prioritäten, wie etwa den Ausbau der Betreuungseinrichtungen und das Anheben der Frauenerwerbsquote, konzentriert." (Schluss) up

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