VP-Gerstl: Sozial ausgewogene Mobilität fehlt beim Verkehrskonzept der Grünen

Forderungen zielen nur auf Bestrafung der Autofahrer ab

Wien (OTS) - "Die permanente Forderung nach einer Citymaut und höheren Gebühren bei der Parkraumbewirtschaftung, wird die Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener nicht in dem Ausmaß steigern, als es sie in ihrer Mobilität einschränkt. Mobilität ist ein Grundbedürfnis des Menschen, und diese Mobilität an teure Gebühren zu binden, bis sie nur noch für wenige leistbar ist, widerspricht dem Bild des freien selbständigen Menschen, wie es von der ÖVP vertreten wird", so der Verkehrssprecher der ÖVP-Wien, Wolfgang Gerstl, in Replik auf die heutige Pressekonferenz der Wiener Grünen.
"Die Luftqualität ist in Wien um vieles besser als in den genannten `City-Maut-Städten´, es besteht also weder eine umwelt- noch verkehrspolitische Notwendigkeit fiskalische Maßnahmen zu setzen, die letztlich nur auf eine Bestrafung der Autofahrer abzielen", so Gerstl.

Preis für Einzelfahrscheine der Wiener Linien europaweit im Spitzenfeld

"Wien ist im Bereich des öffentlichen Verkehrs eine der teuersten Städte, wie sich am Beispiel der Einzelfahrscheine gut zeigen lässt. Nach der Tariferhöhung im heurigen Sommer ist ein Einzelfahrschein in Wien immerhin um 51 Prozent teurer als in Zürich. Und Zürich gilt gemeinhin nicht unbedingt als billiges Pflaster", so Gerstl.
Schaut man sich Paris an, erkennt man, dass man dort um gerade einmal 1,50 Euro die Öffis benutzen kann. Ein weiterer Unterschied zu Wien ist zusätzlich, dass dort täglich über sechs Millionen Menschen die U-Bahn benützen, und den Bürgerinnen und Bürgern 14 Linien zur Verfügung stehen.

Senkung des motorisierten Individualverkehrs durch Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs

"Die Vergleiche mit anderen europäischen Metropolen müssten bei den Verantwortlichen, deren eigentliche Aufgabe die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs ist, längst die Alarmglocken läuten lassen", meint Gerstl. "Anstatt die Wienerinnen und Wiener durch zusätzliche Gebühren in ihrer Mobilität einzuschränken, sollten die bereits bestehenden Gebühren sinnvoll für den Ausbau und Verbesserungen im öffentlichen Verkehr eingesetzt werden. Etwa für die zügige Klimatisierung der Garnituren oder die dringend notwendige Intervallverdichtung, damit die Wienerinnen und Wiener wieder Spaß am Öffi-Fahren haben", schließt Gerstl.

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