AK: Alle PendlerInnen müssen deutlich entlastet werden

Um die Belastungen abzugelten, fordert die AK Reform des Pendlerpauschales bei der nächsten Steuerreform

Wien (OTS) - PendlerInnen müssen bei der nächsten Steuerreform deutlich entlastet werden verlangt die AK. "Eine sozial ausgewogene Reform der Pendlerförderung ist nötig", forderte AK Verkehrsexpertin Sylvia Leodolter, Montagabend bei einer Veranstaltung des VCÖ. Das Pendlerpauschale wurde zwar im Juli erhöht, und die AK erreichte für Wenigverdiener einen Pendlerzuschlag - aber das ist zu wenig. Der Grund: Die Kosten für PendlerInnen sind explodiert, und sie zahlen teilweise drauf. Daher verlangt die AK bei der nächsten Steuerreform eine steuerliche Entlastung, die allen PendlerInnen zu Gute kommt -eine Umwandlung des Pendlerpauschales in einen Absetzbetrag mit Negativsteuerwirkung.

Tag für Tag pendeln über 1,8 Millionen ArbeitnehmerInnen zu ihrem Arbeitsplatz, davon fahren mehr als zwei Drittel mit dem Auto, die restlichen mit Bus und/oder Bahn. Derzeit haben rund 740.000 PendlerInnen ein Pauschale, davon ein Fünftel das große. "Dass die Kosten für die Pendler seit einigen Jahren doppelt so wachsen wie die Einkommen, ist nicht akzeptabel", sagt Leodolter. Die Spritpreise sind auf einem Rekordhoch. So kostet beispielsweise nur die seit Juli erhöhte Mineralölsteuer AutopendlerInnen jährlich um die 60 Millionen Euro. Bahn- und BuspendlerInnen müssen ebenfalls tief ins Geldbörsel greifen - die Wochen- und Monatskarten in der Ostregion stiegen seit 2000 um durchschnittlich 40 Prozent.

Das Pendlerpauschale wurde im Juli um zehn Prozent angehoben. Und auch Wenigverdiener bekommen einen Pendlerzuschlag von bis zu 90 Euro, aber nur für die Jahre 2008 und 2009. Wer so wenig verdient, dass er keine Lohnsteuer zahlt, hatte bisher nichts vom Pendlerpauschale. Die AK erreichte für über 100.000 PendlerInnen den Zuschlag. "Der neue Pendlerzuschlag und das seit Juli um zehn Prozent erhöhte Pendlerpauschale decken aber nur einen Teil der hohen Kosten für die Pendler ab", sagt Leodolter. Daher fordert die AK bei der nächsten Steuerreform eine Umwandlung der Pendlerpauschale in einen Absetzbetrag mit Negativsteuerwirkung. Nur so haben alle PendlerInnen etwas von der steuerlichen Entlastung, weil entweder der Arbeitnehmer um diesen Betrag weniger Lohnsteuer zahlt, oder wenn er keine Steuer zahlt, diesen als Negativsteuer (Steuergutschrift) direkt bekommt.

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