Huainigg und Grander: Familien mit behinderten Kindern stärken

Abgeordnete bei ÖVP-Familienenquete: Hohen Pflegebedarf bei Kindern stärker berücksichtigen

Wien (ÖVP-PK) - Mehr Unterstützung für Familien mit behinderten Kindern wünschen sich die ÖVP-Abgeordneten Maria Grander und Dr. Franz-Joseph Huainigg, ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderung, anlässlich der heute, Dienstag, stattfindenden Familienenquete im Parlament. ****

"Es wird für Familien immer schwieriger, sich für ein behindertes Kind zu entscheiden", sagt Huainigg. Der ÖVP-Behindertensprecher plädiert daher für bessere Rahmenbedingungen. Eine zentrale Rolle spiele hier das Pflegegeld: "Die Einstufung von Kindern mit hohem Pflegebedarf in eine ihrer Behinderung entsprechenden Pflegestufe muss eine Selbstverständlichkeit sein!" Seine Abgeordnetenkollegin Maria Grander ergänzt: "Die Beurteilung und Einstufung des Pflegegeldes muss durch pflegerische Sachverständige bedarfs- und bedürfnisorientiert durchgeführt und durch spezielle Beratung ergänzt werden."

Huainigg begrüßt die Entscheidung eines steirischen Richters, der ein Mädchen mit Rett-Syndrom von der Pflegestufe 2 in die höchste Pflegestufe gestuft hat. "Dieser Bescheid sollte beispielgebend für ganz Österreich sein", so der Abgeordnete. In der letzten Legislaturperiode wurde der Pflegeanspruch für behinderte Kinder ab der Geburt gesetzlich verankert. Die Praxis zeigt jedoch, dass behinderte Kinder oft zu gering eingestuft sind, da davon ausgegangen wird, dass Eltern ohnehin 24 Stunden für ihr Kind da sein müssen.

Positiv bewertet Huainigg die neue Vereinbarung zur 24-Stunden-Betreuung. Den Ländern wurde hier im Rahmen des Finanzausgleiches mehr Flexibilität zugestanden. "Denn die Betroffenen wünschen sich Flexibilität in der Betreuungsorganisation. Ganz wichtig ist es auch, die pflegenden Angehörigen durch Beratung, Netzwerke, Entlastungspflege und Besucherdienste besser zu unterstützen" weiß Grander aus langjähriger Erfahrung.

Abschließend betont der ÖVP-Behindertensprecher: "Integration beginnt nicht erst in der Schule oder am Arbeitsplatz, sondern muss von der Geburt an mitgedacht werden." Er fordert daher mehr Betreuungsplätze für behinderte Kinder, um speziell pflegenden Angehörigen wieder den Berufseinstieg zu ermöglichen.
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