Molterer: Die Familie ist das Herzstück der Gesellschaftspolitik

Vizekanzler bei der ÖVP-Familienenquete: "Familienpolitik trägt Handschrift der ÖVP"

Wien (ÖVP-PK) - Die Frage der Zukunft der Familien ist die entscheidende Schlüsselfrage einer modernen Gesellschaft. Bei der Gestaltung von Politik müssen die Grundwerte einer menschlichen Gesellschaft außer Streit stehen. Für die ÖVP bleibt die Familie daher das Herzstück der Gesellschaftspolitik. Das erklärte ÖVP-Parteiobmann Vizekanzler BM Mag. Wilhelm Molterer heute, Dienstag, in der Familienenquete des ÖVP-Parlamentsklubs. ****

Die Familienpolitik der ÖVP kann sich sehen lassen, die aktuelle Familienpolitik und jene der letzten Jahre trage unverkennbar die Handschrift der Volkspartei. So habe sich das Kindergeld bestens bewährt im Sinne der Wahlfreiheit der Familien. "Wir tun mehr für die Familien", betonte Molterer und nannte beispielhaft die Mehrkindstaffel und die Unterstützung für einkommensschwache Familien, vor allem jene mit mehreren Kindern.

"Aber es ist wichtig, sich nicht mit dem Erreichten zufrieden zu geben", sagte Molterer und dankte in diesem Zusammenhang der Perspektivengruppe der ÖVP, die sich intensiv mit dem Thema Familie auseinandergesetzt habe. Das Motto "Familie ist, wo Kinder sind", das von der Perspektivengruppe geprägt wurde, "ist unser Leitbild", so Molterer. "Das bedeutet auch, dass wir für Veränderungen in der Gesellschaft offen sind - wir müssen bereit sein, neue Formen zu akzeptieren und als Chance erkennen. Wir müssen offen sein, wenn wir Familie in der Modernität definieren."

o Das Familiensplitting sieht Molterer, auch in seiner Verantwortung als Finanzminister, als Auftrag an die ÖVP, die Familie im Steuerrecht stärker als bisher zu entlasten. Die Zahl der Ein-Kind-Familien sei zwar nicht im Sinken, sehr wohl aber die Zahl der Mehr-Kinder-Familien. "Um dem entgegenzuwirken, ist das Familiensplitting von zentraler Bedeutung. Dieses Modell hat Zukunft, und wir werden es in die Diskussion um die Steuerreform einbringen", verwies Molterer auf Frankreich, wo das Familiensplitting vorbildhaft funktioniere.

o Bei der Weiterentwicklung des Familienlastenausgleichsfonds möchte Molterer schon bei der Begrifflichkeit ansetzen. "Für mich ist Lasten das falsche Wort. Ich könnte mir vorstellen, dass es besser Familienchancenfonds oder Familienfairnessfonds heißt."

o Für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei die Wahlfreiheit zentral. "Ein Angebot in Vielfalt muss gegeben sein - bei der Karenz wie bei der Kinderbetreuung", betonte der ÖVP-Parteiobmann.

o Wichtiges Element sei auch die Familienfreundlichkeit der Wirtschaft. "Nicht die Familien müssen wirtschaftsfreundlicher, sondern die Wirtschaft muss familienfreundlicher werden. Das ist auch eine Frage des Umgangs in den Betrieben."

o Molterer wünscht sich auch mehr Hilfe für die Eltern, etwa durch Elternbildung, zum Beispiel in Schulfragen. "Wir müssen den Mut haben, den Finger auf diese Themen zu legen."

"Familie befähigt zu Freiheit und Gemeinschaft. Diese beiden Werte sind Schlüsselwerte einer demokratischen Gesellschaft. Dabei geht es darum, die richtige Balance zwischen Vorgeben und Zulassen zu lernen", betonte Molterer eine für ihn wichtige Rolle von Familie.

Schließlich gehe es auch darum, in den Familien einen Verantwortungsbogen zu spannen. "Im Jahr 1900 haben Kinder mit ihren Eltern etwa 20 gemeinsame Jahre verbracht. Heute sind es rund 50 Jahre, also mehr als das Doppelte. Daraus ergibt sich eine Verantwortung zwischen den Generationen - nicht nur die Eltern sind für ihre Kinder verantwortlich, sondern auch die Kinder für ihre Eltern."

In der heutigen Familienenquete des ÖVP-Klubs sollen all diese Fragen im gesellschaftspolitischen Rahmen diskutiert werden, so Molterer. "Die materielle Seite alleine ist zu wenig. Die emotionale Seite der gesellschaftspolitischen Diskussion ist wichtig. Daraus ergibt sich die Beziehungsqualität der Liebe zwischen Eltern und Kindern. Wenn’s um Familie geht, muss Emotion dabei sein", schloss der Vizekanzler. (Schluss)

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