Automobilwirtschaft lehnt NoVA-Änderung in der geplanten Form ab

Wien (OTS) - Die österreichische Automobilwirtschaft spricht sich gegen die geplante Änderung der Normverbrauchsabgabe aus. "Dieser Vorschlag ist aus unserer Sicht in dieser Form eindeutig abzulehnen. Wir sind immer für eine Ökologisierung eingetreten, allerdings nicht in dieser Form", gibt Peter Leißing, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, an.

Wie auch die Autofahrerklubs festgestellt hätten, liege der größte Kritikpunkt in der Höhe der geplanten CO2-Obergrenze von 160g/gm. Mehr als 1.000 Automodelle würden derzeit noch über diesem Wert liegen. Hauptsächlich sind Mittelklassefahrzeuge, nämlich solche, die für Familien, Pendler, Kleingewerbetreibende und viele andere unverzichtbar sind, betroffen. Andererseits gäbe es derzeit nur rund 50 Automodelle am Markt, für die die geplante Reform den Bonus bringen würde", so Leißing. Jeder achte Arbeitsplatz in Österreich hänge vom Automobil ab, man könne dieses nicht schon wieder zusätzlich belasten.

"Der Finanzminister gibt selbst zu, im ersten Jahr Mehreinnahmen von 30 Mio. Euro zu lukrieren. Wir kommen in unseren Berechnungen sogar auf mehr als 50 Mio. Euro", erklärt Gustav Oberwallner, Sprecher des österreichischen Fahrzeughandels. Von einer Aufkommensneutralität könne daher nicht mehr gesprochen werden. Die ständigen Belastungen könnten den Autofahrern nicht mehr zugemutet werden, führt Oberwallner aus.

Gemeinsam fordert man die Streichung des Malus sowie die Umsetzung des gemeinsam präsentierten "Umweltpakets Pkw", das Anreize zum Umstieg auf moderne abgasarme Fahrzeuge in Form einer Verschrottungsprämie sowie eine zusätzliche Förderung emissionsarmer Fahrzeuge aus den Mitteln der mit 1. Juli erfolgten Mineralölsteuererhöhung vorsieht.

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