Grillitsch: Offenlegung der Agrarförderungen darf keine Neiddiskussion werden

Jeder Euro ist verdient, weil die Leistung der Bäuerinnen und Bauern stimmt

Wien (OTS) - "Jeder Euro ist verdient, weil die Leistungen unserer Bäuerinnen und Bauern stimmt", erklärte heute Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch anlässlich des EU-Beschlusses zur Offenlegung der Agrarförderungen. "Die heimische Land- und Forstwirtschaft ist sich ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung voll und ganz bewusst, sie hat nichts zu verbergen. Die Leistungen sind messbar und leicht mit Zahlen zu belegen", so Grillitsch.

Laut einer aktuellen "market"-Studie kaufen 85% der österreichischen Konsumenten am liebsten heimische Lebensmittel. "Die Konsumenten wollen schmackhafte und gesunde Nahrungsmittel und unsere Bauern liefern diese. Die Gesellschaft will eine gepflegte und offene Kulturlandschaft, die Bereitstellung erneuerbarer Energie sowie sauberes Wasser und Umweltschutz - auch das liefern unsere Bauern", erklärte Grillitsch.

Er verwies in diesem Zusammenhang auf einige Fakten: "80% der heimischen Betriebe nehmen mit 90% der Fläche am Agrar- und Umweltprogramm teil. Die Nitratkonzentration im Sickerwasser war 2006 um 61% niedriger als 1995. Die biologisch bewirtschaftete Fläche ist um mehr als zwei Drittel gestiegen. Während im Jahr 1995 rund 189.000 ha biologisch bewirtschaftet wurden, waren es im Jahr 2005 bereits 327.000 ha. Allein im Grünland ist die Fläche, auf der auf Betriebsmittel verzichtet wird, um mehr als ein Drittel gestiegen, und zwar von 302.000 ha im Jahr 1995 auf 440.000 ha im Jahr 2005", gab der Präsident zu bedenken.

"Der ländliche Raum ist mehr als nur die Land- und Forstwirtschaft. Jeder Arbeitsplatz in der Landwirtschaft sichert weitere drei Arbeitsplätze. Die heimische Land- und Forstwirtschaft investiert pro Jahr über EUR 6 Mrd. in die regionale Wirtschaft. In Österreich sind direkt oder indirekt rund 530.000 Arbeitsplätze mit dem Agrarsektor verbunden. Wir brauchen beides, Sicherheit für den Konsumenten und Sicherheit für die Bauern", betonte Grillitsch. (Schluss)

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