Broukal: "3.000 Mini-Stipendien sind keine Antwort auf 15 Prozent Inflation"

Hahn soll bei Molterer für volle Inflationsabgeltung kämpfen

Wien (SK) - "Das ist keine ausreichende Abgeltung der
Geldentwertung der letzten Jahre." SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal bekräftigte heute seine Kritik an der von Wissenschaftsminister Hahn vorgeschlagenen Ausweitung des BezieherInnenkreises für Stipendien. "3.000 der 4.000 neuen Stipendien sind Mini-Stipendien zwischen fünf Euro und 14,99 Euro", erläutert Broukal. Dies deshalb, weil die Grenze, ab der ein Stipendium überhaupt zur Auszahlung kommt, abgesenkt wird. "StudentInnen haben Lebenskosten von rund 800 Euro - tausende Stipendien von ein paar Euro als großartige Ausweitung zu verkaufen, ist schon ein Stück Propaganda", so Broukal am Dienstag. ****

"Es ist traurig, dass Minister Hahn offenbar gar nicht vorhat, für das Budget 2009 bei seinem Parteifreund Molterer für eine volle Inflationsabgeltung zu kämpfen. Wenn er das nicht tun will, wird es die SPÖ tun", so der SPÖ-Wissenschaftssprecher. "Auch wenn es in Hahns Entwurf viele begrüßenswerte Verbesserungen für kindererziehende und behinderte Studierende gibt, die freilich nur einen kleinen Teil der Stipendienbezieher ausmachen - es muss auch für die überwältigende Mehrheit eine korrekte, der Inflation ausgleichende Anpassung geben", fordert Broukal. Es könne doch nicht sein, dass jemand im Jahr 2000 mit seinem Einkommen ohne Probleme ein Stipendium bekommen hat, im Jahr 2008 bei gleichem Realeinkommen jedoch nicht mehr, so der SPÖ-Abgeordnete. (Schluss) ah

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0003