Krainer bei VCÖ-Hintergrundgespräch "Sozial gerechte Pendlerförderung?"

Wien (SK) - "Die Menschen pendeln nicht mutwillig. Es gibt wenige, die die Zeit des Reisens als Genuss empfinden", betonte SPÖ-Finanz-und Budgetsprecher Kai Jan Krainer am Montag im Rahmen des VCÖ-Hintergrundgesprächs "Sozial gerechte Pendlerförderung?". Das Prinzip der Pendlerpauschale sei "schlüssig", gehe es doch darum, den arbeitenden Menschen zu ermöglichen, die Kosten, die der Anfahrtsweg verursache, als pauschalierten Betrag abzusetzen. ****

Jetzt habe man veranlasst, dass auch jene Personen, die unter 1.130 brutto verdienen würden, zukünftig eine Pendlerpauschale erhalten. Es gelte, darauf zu achten, dass bei der Pendlerpauschale nicht gut Verdienende bevorzugt werden. Um mehr soziale Treffsicherheit zu erreichen, müsse man die mittleren und unteren Einkommen bezüglich der Pendlerpauschale stärken. Wie man die Pendlerpauschale diesbezüglich reformiere, ob mittels Absetzbetrag oder Einschleifregelung, sei "Gustosache".

Nicht anschließen konnte sich Krainer der Argumentation, dass man mit einer Veränderung der Pendlerpauschale Probleme in den Bereichen Umwelt oder Verkehr lösen könne. "Dafür ist der Hebel zu klein", so der SPÖ-Abgeordnete. Überdies werde mit der Pendlerpauschale nicht das Autofahren gefördert, eine PKW-Pendlerpauschale würden nur jene Menschen erhalten, denen die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zumutbar sei. Über eine Reform der Pendlerpauschale zu sprechen sei zu wenig, man müsse insgesamt darüber sprechen, wie man das Steuersystem "sozialer und ökologischer gestalten kann". (Schluss) sw

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