JG-Rompolt: Studienförderung hat weiterhin "Blinde Flecken"

Herr Minister, schärfen sie ihren Blick - Details sind wichtig!

Wien (SPW) - "4000 Studierende sollen ab Herbst 2008 nun
zusätzlich Studienförderung erhalten. Das ist gut. Trotzdem sind wichtige Punkte beim neuen Studienförderungsgesetz wieder übersehen worden", stellte die JG-Wien-Vorsitzende Astrid Rompolt am Dienstag fest und betonte in Richtung Wissenschaftsminister Johannes Hahn:
"Schärfen sie ihren Blick, Herr Minister. Alle Studierenden müssen nach den verlorenen Gehrer-Jahren bestmöglich unterstützt werden."****

Die Studienförderung bleibe trotz der Ankündigungen des Wissenschaftsministers weiterhin eine Baustelle. "Statt die angekündigten 8 bis 9 Millionen Euro zur Ausweitung des BezieherInnenkreises in vollem Umfang an sozial schwächere Studierende weiterzugeben, bleiben davon wohl nur 6 bis 7 Millionen übrig" stellte Rompolt klar. Der Rest, also 2 Millionen Euro, versickere stattdessen in der Ausweitung der Leistungsstipendien. "Schlimmer ist, dass bei den Selbsterhalterstipendien überhaupt keine Verbesserung stattgefunden hat", kritisierte die Wiener JG-Vorsitzende.

In der Folge erläuterte Rompolt Details: "SelbsterhalterInnen studieren ein paar Semester an einer Universität. Dann brechen sie das Studium ab, und üben einen Beruf (Vollzeit) aus. Zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden sie sich doch noch für ein Studium, und beantragen ein Selbsterhalterstipendium, um Vollzeit studieren zu können. Hier werden nun aber bestehende Vorstudienzeiten angerechnet, und die Bezugsdauer - egal ob Beihilfe bezogen wurde oder nicht -verkürzt sich automatisch." Das Studium könne in der Folge nicht vollständig mit dem Selbsterhalterstipendium absolviert
werden.

"Diese blinden Flecken gehören schnell beseitigt. Nach den verlorenen Jahren in der Gehrer'schen Bildungswüste sind Verbesserungen dringend notwendig. Aber auch die Details müssen beachtet werden, Herr Minister Hahn!", so Rompolt abschließend. (Schluss) ar/tl

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