Kursverluste durch unzuverlässige Unternehmensprognosen

Wien (OTS) -

  • Nur ein Prozent der Unternehmen liefert präzise Prognosen über das Umsatz- und Ergebniswachstum.
  • Unzuverlässige Prognosen kosten den Unternehmen im Durchschnitt sechs Prozent ihres Aktienkurses.
  • Unternehmen halten Prognosen immer noch "eher für eine Kunst als für eine Wissenschaft".

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Unternehmen verlieren im Durchschnitt etwa sechs Prozent des Aktienkurses aufgrund ungenauer Prognose - so eine aktuelle Studie von KPMG International. Die Studie zeigt, dass die durchschnittliche Diskrepanz bei Prognosen bei dreizehn Prozent liegt.

80 Prozent der befragten Unternehmen räumen Prognosefehler von über fünf Prozent (sowohl nach unten als auch nach oben) ein. Die Auswirkungen solcher ungenauer Prognosen dürfen nicht unterschätzt werden: finanzielle Verluste, Vertrauensverlust bei Aktionären sowie eine eingeschränkte Unternehmensperformance.

Die KPMG-Studie, die in Zusammenarbeit mit der Economist Intelligence Unit (EIU) erstellt wurde, macht deutlich, dass nur ein Prozent der 539 befragten Unternehmen präzise Prognosen abgegeben hat. Bei weiteren 22 Prozent ließen sich die Ungenauigkeiten auf einen Bereich zwischen ein und fünf Prozent eingrenzen.

"Viele Unternehmen nehmen die Sache nicht ernst genug und liefern nicht ausreichend genaue Prognosen. In der Erstellung von solchen wird oft eher eine Kunst als eine Wissenschaft gesehen. Natürlich gibt es auch Unternehmen, die den Prozess der Prognoseerstellung als Management-Tool mit angemessener Ernsthaftigkeit betreiben", kommentiert Gottwald Kranebitter, Geschäftsführer der KPMG in Wien, das Ergebnis der Studie. "Falsche Prognosen können schwerwiegende Folgen für die Unternehmen haben. Laut unseren Untersuchungen wirken sich schlechte Prognosen durch Kursverluste aus. Doch die eigentlichen Folgen reichen noch tiefer. Akkurate Prognosen bilden den Kern eines jeden Performance-Management-Prozesses, da hier verlässliche Grundlagen geschaffen werden, anhand derer weitreichende strategische Entscheidungen getroffen werden. Aus diesem Grund lässt sich eine enge Beziehung zwischen schlechten Prognosen und schwächerer Performance nicht verleugnen."

Die vollständige Presseaussendung sowie die Studie finden Sie auf www.kpmg.at

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