Neues Volksblatt: "Misstrauen" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 20. Oktober 2007

Linz (OTS) - Glaubt man Erich Haider und seiner SPÖ, dann steht Oberösterreich schlecht da. Glaubt man ÖVP-Obmann LH Josef Pühringer und dem Grünen Landesrat Rudolf Anschober, dann steht Oberösterreich gut da. Glaubens-Dilemma ist das trotzdem keines. Denn zum einen gibt es Zahlen, die für sich sprechen. Eine bemerkenswert niedrige Arbeitslosenrate von 2,9 Prozent gehört da ebenso dazu wie etwa die Höhe der Sozialausgaben - mit 478 Euro pro Kopf gibt kein anderes Bundesland so viel aus wie Oberösterreich.
Zum andern muss man wissen, dass Haider & Genossen nicht einmal in der eigenen Bundes-Partei eine besondere Glaubwürdigkeit beschieden ist. Dass der SPÖ-Landeschef entgegen der Parteilinie eine Volksabstimmung zum EU-Reformvertrag forderte, kam in Wien nicht gut an. Dass es Haider gar nicht um die EU geht, steht auf einem anderen Blatt. Er will bloß suggerieren, wie toll die Einbeziehung der Bürger ist - und so die Werbetrommel für seinen Anti-Energie-AG-Feldzug rühren. In Wahrheit geht es Haider nur um eines - er will Landeshauptmann werden. Dass ihm dafür jedes Mittel recht ist, nährt das Misstrauen gegen seine Person.

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