FP-Wehrsprecher Fichtenbauer fordert seriöse Prüfung von Auslandseinsätzen

"Präziser Prüfkatalog muss im Vorfeld von Auslandseinsätzen wirksam werden

Wien (OTS) - Bezugnehmend auf den geplanten Einsatz österreichischer Bundesheersoldaten im Tschad verlangt der freiheitliche Wehrsprecher und Obmann des Landesverteidigungsausschusses, NAbg. Dr. Peter Fichtenbauer, objektive Prüfmechanismen, die im Vorfeld der Einsatzplanung zu klären hätten, ob die österreichischen Interessen gewahrt bleiben, die Verfügbarkeit der Mittel gegeben und die Sicherheit der Soldaten gewährleistet wird.

"Auslandseinsätze stellen aufgrund der klimatischen Bedingungen vor Ort unterschiedlichste Ansprüche an Soldaten und Ausrüstung", erklärt Fichtenbauer. Verschiedene Klimazonen bedeuteten entsprechend unterschiedliche Ausrüstungserfordernisse. Dabei seien Einsätze in Regionen mit extremen Witterungsbedingungen grundsätzlich zu hinterfragen, da sich die Materialplanung und -beschaffung entsprechend schwierig gestalte. "Es ist nicht einfach so, dass man den nächsten Supermarkt betritt und einen bestimmten Artikel zum Bestpreis erwirbt. Die Beschaffung der sehr spezifischen Bauteile ist vielmehr mit langen Vorlaufzeiten verbunden und entsprechend teuer." Der freiheitliche Wehrsprecher verweist in diesem Zusammenhang unter anderem auf spezielle Sand- und Staubfilter für Aggregate wie Kraftfahrzeuge, die auch im Zuge der Tschad-Mission unverzichtbar wären.

Um künftighin tagespolitisch abhängigen und damit unsystematischen Vorkehrungen für Eventualitäten zu entkommen, bedürfe es einer prinzipiellen geographischen Zonenabsprache auf EU/UNO-Ebene, für welche Räume Österreich prinzipiell zur Verfügung und dezidiert nicht zur Verfügung stehen solle, so Fichtenbauer. Auf Basis einer solchen Strukturierung sei auch eine längerfristige Bevorratung von erforderlichen Rüstungsgütern (Fahrzeugen, Bekleidung etc.) möglich.

"In jedem Fall", so der Obmann des Landesverteidigungsausschusses, "ist auch die außenpolitische Wirkung eines solchen Einsatzes im Vorfeld zu erheben. Kommt es zu einem Einsatz, sind die notwendigen Mittel zusätzlich aufzubringen, um das ohnehin viel zu magere Budget des Bundesministeriums für Landesverteidigung nicht noch weiter zu belasten." Abschließend stellt Fichtenbauer fest: "Noch ehe ein Auslandseinsatz überhaupt angedacht wird, ist unter allen Umständen das Primat des Heimatschutzes sicherzustellen."

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