ÖAMTC stellt Bedingungen für geplante NoVA-Änderung

Durchschnittliche Familienfahrzeuge dürfen nicht teurer werden

Wien (OTS) - Die Regierung plant mit 2008 eine Änderung der Normverbrauchsabgabe (NoVA). Die Steuer soll künftig mit einer zusätzlichen CO2-Komponente in Form einer Bonus-Malus-Regelung bemessen werden. "Grundsätzlich begrüßen wir eine Steuer-Ökologisierung, die weg von fixen Abgaben geht und dem Grundprinzip der Verbrauchsabhängigkeit entspricht", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. "Das Modell enthält in der Form aber noch erhebliche Härten für die Autofahrer, die beseitigt werden müssen."

Der größte Stolperstein lauert in der Höhe der geplanten CO2-Obergrenze. "Ein Malus soll schon ab 160 Gramm (CO2/km) fällig werden. Mehr als 1.000 Automodelle liegen derzeit noch über diesem Wert. Und das sind durchwegs 'normale' Pkw, die für Familien, Pendler, Kleingewerbetreibende und viele andere unverzichtbar sind", stellt Brugger-Brandau klar. Ein Durchschnitts-Pkw mit z.B. 179 Gramm (CO2/km) würde in der Anschaffung bereits um 450 Euro mehr kosten. In diesem Rahmen bewegen sich Automodelle wie ein Toyota Corolla (Mehrkosten wären 450 Euro), ein Opel Astra (Mehrkosten wären 375 Euro) oder auch ein Peugeot 308 (Mehrkosten wären 500 Euro). "Die Malus-Grenze sollte zunächst jedenfalls erst ab 200 Gramm gezogen werden", fordert die ÖAMTC-Expertin. Derzeit gibt es nur rund 50 Automodelle am Markt, für die die geplante Reform den Bonus bringen würde. "Solange das Angebot nicht erweitert wird, wäre das Bonus-Malus-Modell konsumentenfeindlich", so Brugger-Brandau.

Auch ein vorzeitiges Ende der Partikelfilter-Regelung ist im Gespräch und stößt beim Club auf heftige Kritik. Bisher waren ein fixer Bonus von 300 Euro bis 30. Juni 2008 und ein gestaffelter Malus bis maximal 300 Euro ohne Ablaufdatum vorgesehen. Nun soll der Bonus plötzlich doch schon mit 29. Februar 2008 auslaufen und der Malus generell auf einen Fixbetrag von 300 Euro gehoben werden. "Der Bonus muss wie vorgesehen bis 30. Juni 2008 erhalten bleiben", fordert die ÖAMTC-Expertin. "Die Konsumenten müssen sich auf die Politik verlassen können. Die Planung eines Autokaufs ist angesichts der finanziell angespannten Situation vieler Autofahrer schon jetzt schwierig genug."

"Der ÖAMTC sagt ja zu Klimaschutz, aber nein zu Mehreinnahmen für den Staat unter dem Vorwand des Klimaschutzes", stellt die ÖAMTC-Expertin klar.

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