Marek: Wir wollen das Image der Lehre nachhaltig verbessern

Enquete "Zukunft Lehre" - Österreichweiter "Tag der Lehre"

Wien (OTS) - "Es gibt verschiedene Gründe für den heutigen Tag der Lehre, an erster Stelle geht es für uns aber darum, das Image der Lehre nachhaltig zu verbessern und so die Zukunft der österreichischen Ausbildung von Fachkräften zu sichern", betonte Staatssekretärin Christine Marek heute zum Auftakt der Enquete "Zukunft Lehre" im Wiener T-Center. Der heutige Tag sei mit zahlreichen Informationsveranstaltungen und "offenen Firmentüren und Lehrwerkstätten" in ganz Österreich der Ausdruck eines nationalen Schulterschlusses und ein "kick-off", um das Thema Lehre auf Dauer in das Rampenlicht des Interesses zu rücken. "Wir haben dafür alle, die mit Lehre zu tun haben - ausbildende Unternehmen, die Sozialpartner, das AMS und die Länder - ins Boot geholt, um Jugendliche (speziell Schülerinnen und Schüler) und deren Eltern für eine Lehre als echte Chance einer Ausbildungs- und Berufswahl mit Zukunft zu gewinnen. Ich möchte das Wörtchen 'nur' aus dem Sprachschatz gestrichen wissen, wenn das Gespräch auf die Lehre als Ausbildungsvariante kommt. Die Lehre muss ihr leider immer noch im Vergleich zur höheren Schulbildung minderwertiges Klischee ein für alle mal ablegen", erklärte die Staatssekretärin.

Marek erinnerte daran, dass der österreichische Weg der Lehrausbildung - das duale System der Ausbildung im Betrieb und in der Berufschule - ein Erfolgsmodell ist, für das Österreich international hoch angesehen sind. Regelmäßige Spitzenplätze bei Berufsolympiaden und die im internationalen Vergleich geringe Jugendarbeitslosigkeit - mit einer Quote von 8% der viertbeste Platz in der EU - seien der Beweis dafür.

"Damit das duale System der Lehre weiterhin erfolgreich bleibt, müssen wir am Ball bleiben und die Dinge ständig hinterfragen, anpassen, korrigieren", setzte Marek fort. Es gehe darum, den Bedürfnissen der Wirtschaft nach zeitgemäßen Lehrberufen nachzukommen, also nicht mehr zeitgemäße Lehrberufe zu streichen und neue einzurichten. Ergänzend dazu seien die Lehrpläne der Berufschulen zu durchforsten und mit verstärkter Orientierung auf Fremdsprachen und EDV-Kenntnisse zukunftsfähiger zu gestalten. Auch Lehre mit Matura oder Matura mit Lehre seien neue Wege und attraktive Ausbildungschancen, betonte die Staatssekretärin.

"Laut AMS und Wirtschaftskammer könnten in den nächsten Jahren bis zu 50.000 Fachkräfte fehlen, eine Lücke, die auch durch eine bedarfsgerechte Öffnung des Arbeitsmarktes für Ausländer nicht geschlossen werden kann", gab Marek zu bedenken und setzte fort:
"Wenn wir dieses Defizit nicht beheben, beginnt unser Wirtschaftsmotor zu stottern, wird das Wachstum gebremst."

"Wir müssen das Image der Lehre heben, dann können wir leistungsstarke und leistungswillige Jugendliche für die Lehre begeistern und in deren Ausbildung zu den gesuchten Fachkräften von morgen investieren", betonte Marek abschließend.

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