Verbesserter Hochwasserschutz an der oberen Bregenzerach

LH Sausgruber und LR Egger: Wichtige Investition in den Lebensraum Bregenzerwald

Au (VLK) - Knapp 16 Monate dauerten die Bauarbeiten an dem nun fertig gestellten Hochwasserschutzprojekt an der Bregenzerach in Au. Im Rahmen der offiziellen Eröffnung sprachen Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Wasserlandesrat Dieter Egger heute, Freitag, 19. Oktober, von einem wichtigen Projekt zum Schutz des Lebensraumes Bregenzerwald. "Die Sicherheit der Bevölkerung sowie der Schutz der Siedlungsräume und der betrieblichen Infrastruktur sind für das Land vordringliche Anliegen", betonen Sausgruber und Egger. Dieses Projekt beweist, dass die Verbesserung des Hochwasserschutzes mit ökologischen Maßnahmen hervorragend in Einklang gebracht werden kann, so Umweltminister Josef Pröll anlässlich der Eröffnung.

Fertig gestellt wurde der erste und wichtigste von insgesamt vier Bauabschnitten an der Bregenzerach in Au. Die drei restlichen Bauabschnitte erstrecken sich auf einer Länge von 1,9 Kilometern zwischen der Hauptschule Au und der Gemeindegrenze zu Schoppernau. Mit diesem ersten Abschnitt wurde für die Menschen in Au der dringlichste Abschnitt fertig gestellt.

Schutz des Lebensraumes

Die Baumaßnahmen sind vor allem als Investition in den Lebensraum zu sehen. "Wir wollen, dass die Menschen in Vorarlberg so gut wie möglich vor Naturkatastrophen jeglicher Art geschützt sind -unabhängig davon, in welcher Region sie leben", erklärt Landeshauptmann Sausgruber. Kein Landesteil wird bevorzugt, keiner benachteiligt und niemand wird im Stich gelassen, so Sausgruber weiter: "Uns geht es darum, für vergleichbare Lebensverhältnisse in allen Teilen des Landes zu sorgen und eine annähernd gleichwertige Lebensqualität für die Menschen sicherzustellen".

Für Landesrat Egger haben die Ereignisse von 1999 und 2005 die Grenzen im Schutzwasserbau und die Notwendigkeit neuer Lösungsansätze aufgezeigt: "In der Natur gibt es keine absolute Sicherheit. Deshalb setzen wir auf den Integralen Hochwasserschutz, der über bauliche Maßnahmen hinausreicht und raumplanerische Maßnahmen ebenso umfasst wie Objektschutz, Eigenvorsorge, Katastrophenplanung und die Auseinandersetzung mit dem Restrisiko". Dadurch wird sichergestellt, dass Maßnahmen im Oberlauf keine Nachteile für den Unterlauf mit sich bringen.

Bund, Land und Gemeinden Hand in Hand

Die Baukosten (inklusive Brücken und Hangwasserableitung Argenzipfel) belaufen sich auf rund 5,8 Millionen Euro. Den Löwenanteil davon trägt der Bund mit 85 Prozent, wovon das Land Vorarlberg den Großteil vorfinanziert. 15 Prozent der Baukosten werden von der Gemeinde getragen. In den Jahren 2007 und 2008 stehen für den Schutzwasserbau in Vorarlberg jährlich rund 10,5 Millionen Euro an Bundesmitteln bereit. Insgesamt fließen in diesem Jahr über 32 Millionen Euro in den Hochwasserschutz Vorarlbergs.

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