ÖAAB-Hoch: "Tag der Lehre" zeigt die Wichtigkeit des dualen Ausbilsungssystems

Stadt Wien hat Nachholbedarf bei der Lehrlingsförderung

Wien (OTS) - Der heutige "Tag der Lehre" ist nicht nur reine Information sondern bietet die Chance das Image der Lehre zu heben", so der Wiener ÖAAB-Landesgeschäftsführer LAbg Alfred Hoch. Dabei gehe es, so Hoch, den jungen Menschen aber auch deren Familien die Möglichkeiten eines Einstiegs in die Lehre zu zeigen. Sehr oft ergeben sich dann auch die Chancen für erfolgreiche Berufskarrieren. "Der Lehrling von heute ist die hoch qualifizierte und intensiv nachgefragte Fachkraft von morgen", so Hoch. Daher müssen alle Kräfte gebündelt werden, das Image der Lehre wieder aufzupolieren und die Rahmenbedingungen - wie die Sicherung des dualen Ausbildungssystems -zu schaffen, um den Lehrberuf wieder attraktiver zu machen.

"Während der Bund unter Federführung von ÖVP-Staatssekretärin Christine Marek engagiert versucht, den Lehrberuf attraktiver werden zu lassen, fällt Wien leider wieder einmal zurück", so Hoch. Während einerseits die finanziellen Mittel für die JASG-Maßnahmen nicht erhöht wurden und der WAFF noch nicht wirklich weiss wie er die seit 2001 eingesetzten 41 Millionen Euro evaluiert, unterstützt die Stadtregierung andererseits auch öffentlich das Sozialpartnerpapier. Bei diesem werden, so Hoch, der Bundesregierung Maßnahmen wie der erleichterte Kündigungsschutz bei Lehrlingen oder die Abschaffung des höchst erfolgreichen "Blum-Bonus" vorgeschlagen. Mit dem "Blum-Bonus" wurde der finanzielle Anreiz für die Wirtschaft geschaffen neue Lehrplätze bereit zu stellen.

Während auf Bundesebene die Verantwortlichen aktiv die Lehrlingsmissere bekämpfen, lehnt sich die Stadtregierung unter dem Motto "Das geht mich nichts an" zurück. "Gerade Wien mit seiner Jugendarbeitslosigkeit von knapp über 9.000 jungen Menschen täte gut daran sich am "Tag der Lehre" zu besinnen, sich mehr im Lehrlingsbereich zu engagieren und nicht nur die lehrlingsfeindlichen Vorschläge des Sozialpartnerpapiers gutzuheißen", so Hoch abschließend.

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