Spielraum für gezielte Sprachförderung muss bleiben

LR Stemer: Erfreuliche Zwischenbilanz der "Vorsorge neu" an den Kindergärten

Bregenz (VLK) - Seit Herbst 2005 wird an Vorarlbergs Kindergärten die "Vorsorge neu" umgesetzt, um den Stand der Entwicklung bei Vier-und Fünfjährigen möglichst früh zu erkennen und darauf zu reagieren. Landesrat Siegi Stemer, Kindergarteninspektorin Margot Thoma und Projektleiterin Irene Fitz konnten heute, Freitag, mit einer erfreulichen Zwischenbilanz aufwarten. Die Fördermaßnahmen zeigen spürbare Wirkung, der Erfolg des Modells lässt sich bereits durch konkrete Zahlen und Fakten belegen.

Ein wichtiger Bestandteil der "Vorsorge neu" ist die gezielte Sprachförderung. Im Kindergartenjahr 2005/06 waren 19,6 Prozent der Kinder in ihrer Sprachentwicklung verzögert, 2006/07 nur noch 17,7 Prozent. Mittelfristig will LR Stemer erreichen, "dass möglichst kein Kind mehr mit sechs Jahren in die Schule eintritt, das die Unterrichtssprache Deutsch nicht ausreichend beherrscht". Dazu müsse in der derzeit in Verhandlung befindlichen 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern der entsprechende Spielraum für die sprachliche Frühförderung gewahrt bleiben, so Stemers Forderung.

Auch in anderen Bereichen sprechen die Ergebnisse nach zwei Jahren "Vorsorge neu" für sich: So ist der Anteil der Kinder mit Mängeln im rhythmischen Wahrnehmungsbereich von 9,31 auf 2,98 Prozent zurückgegangen. Bei den optisch-graphomotorischen Leistungen (die Fähigkeit, Symbole und Schriftzeichen zu unterscheiden) hat sich der Anteil von Kindern mit Schwankungen von 28 auf 14 Prozent halbiert.

Als pädagogische Schwerpunkte im laufenden Jahr nannte Kindergarteninspektorin Thoma die Intensivierung der Sprachförderung mit Hilfe des neuen Leitfadens "Sprachschatz", mehr Bewegungsangebote an den Kindergärten und die verstärkte Vernetzung in der Fortbildung zwischen Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik, Pädagogischer Hochschule und Landesschulrat.

Um die Planungssicherheit der Eltern weiter zu erhöhen, wird auch die Öffnung der Kindergärten für Dreijährige schrittweise vorangetrieben. LR Stemer: "Schon heute gehen mehr als 20 Prozent der Dreijährigen in den Kindergarten. Um diese Zahl weiter zu erhöhen, wird bereits an der Überarbeitung des Kindergartengesetzes gearbeitet."

Insgesamt gibt es im laufenden Jahr in Vorarlberg 236 Kindergärten mit zusammen 470 Gruppen, davon 119 Integrationsgruppen. 8.846 Kinder werden von 711 Kindergärtnerinnen und 235 Helferinnen betreut. In nur 30 Gruppen sind noch mehr als 25 Kinder.

Rückgang der Entwicklungsverzögerungen

(gw) (vorsorgeneu_bilanz.vlk)

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