"Kompetent-kraftvoll-kooperative" NÖ FCG-Frauen: 98 % für Schörgmayer Schöls pocht auf "Hacklerregelung" statt "Hackl ins Arbeitnehmer-Kreuz"

St. Pölten (OTS) - Zielführende Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, verstärkte Männerkarenz, die Gender-Thematik und das brandaktuelle Tauziehen um die sogenannte "Hacklerregelung" standen im Mittelpunkt des NÖ FCG-Landesfrauentages in St.Pölten. Der Vorsitzende der NÖ Christgewerkschafter, Bundesrat Alfred Schöls, machte den FCG-Standpunkt unmissverständlich klar: "Wir wollen eine zeitlich unbegrenzte Hacklerregelung anstatt das Hackl ins Kreuz der Arbeitnehmer ab 2011!" Die Vorsitzende der NÖ Christgewerkschafterinnen, Linde Schörgmayer, wurde mit fulminanten 98,04 % wiedergewählt. Ihre Stellvertreterinnen sind Friederike Bertl (wie bisher) sowie (neu) Ingrid Brunner und Rosa Golob-Fichtinger. Der Landesfrauentag der NÖ Christgewerkschafterinnen stand unter dem Motto "Kompetent.Kraftvoll.Kooperativ."

Ein neun Punkte umfassender Leitantrag des NÖ FCG-Landesfrauentages wurde einstimmig angenommen. Darin werden u.a. gesetzliche Rahmenbedingungen für eine zumindest einmonatige Väterkarenz unmittelbar nach der Geburt des Kindes und während des Beschäftigungsverbotes der Mutter gefordert; eine verpflichtende Elternbildung für werdende Eltern mit Koppelung an das Kinderbetreuungsgeld; die Kinderbetreuungsgeld-Wahlmöglichkeit zwischen Arbeitszeitreduktion und Zuverdienstgrenze; verstärkte Berücksichtigung psychischer Belastungen bei der Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz sowie "Gender-Medizin" mit differenzierter Medikament-Dosierung und Behandlung.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei die derzeit größte Herausforderung in der Frauenpolitik, sagte Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner und zeigte sich kompromisslos bei der Karenzregelung:
"Die Zuverdienstgrenze muss fallen, denn sie ist eine Bestrafung jener, die leistungsfähig und leistungswillig sind!" Den Männern müsse vermehrt die Chance gegeben werden, "nicht nur ernährende Väter, sondern auch erziehende Väter zu sein."

Künftig mehr ÖGB-Sitze für NÖ Christgewerkschafterinnen

Schöls ortete ein "nach wie vor bestehendes Demokratiedefizit im ÖGB zu Lasten der zweitstärksten Fraktion FCG". Umso mehr freue es ihn, dass für die FCG ein zweiter Sitz im NÖ ÖGB-Präsidium erkämpft werde konnte - "das soll eine Frau sein!" kündigte Schöls an. Bei der bevorstehenden Einrichtung der zehn NÖ ÖGB-Regionalorganisationen auch auf Frauenebene erwartet sich Schöls "in einigen Regionen eine FCG-Vorsitzende".

In ihrem Bericht strich die wiedergewählte Vorsitzende Schörgmayer zwei Schwerpunktthemen der abgelaufenen Periode hervor: Die Gleichstellung von Mann und Frau u.a. durch die Väterkarenz sowie im Bereich von Gender Mainstream das "Gender Budgeting": "Wir haben Verantwortliche in Politik und Wirtschaft dazu motiviert, Ansätze ihrer Budgets zu gendern". Mit einem "Blick über den Tellerrand hinaus" finanzierten die FCG-Frauen heuer mit dem Erlös einer "Osterlotterie" die Uni-Ausbildung einer jungen Frau in Paraguay, die danach dort der christlichen Gewerkschaftsbewegung helfen wird. Hinsichtlich der Sitzanzahl der FCG-Frauen im NÖ ÖGB gab sich Schörgmayer selbstbewusst: "Es kommt auf die Qualität an, nicht auf die Quantität!"

FCG-Bundesfrauenvorsitzende Christine Gubitzer zeigte auf, dass "viele FCG-Ideen von der ÖGB-Mehrheit aufgegriffen werden". Umso mehr dürfe von der Überparteilichkeit des ÖGB nicht nur geredet werden, sondern "man muss sie täglich leben."

"Wirtschaft spricht vom Human-Kapital, nicht mehr vom Menschen"

Probleme für die Arbeitnehmer kämen derzeit nicht von der Politik, sondern von der Wirtschaft, zeigte FCG-Bundessekretär Andreas Gjecaj auf: "Man spricht nicht mehr vom Menschen, sondern nur mehr vom Human-Kapital".

Besonders hier hätten die Christgewerkschafter etwas einzubringen:
Für sie sei der "Mensch im Mittelpunkt" und nicht "Mensch ist Mittel.(Punkt!)" Drei Punkte zählte Gjecaj als aktuelle Ziele der Christgewerkschafter auf: Ein markantes Profil entwickeln und zu einer unverwechselbaren Marke werden, sich deutlich von anderen Fraktionen zu unterscheiden und dadurch dem ÖGB den FCG-Stempel aufdrücken und schließlich bei allen Wahlgängen stärker werden und damit das politische Verhältnis im ÖGB zu Richtung verschieben. (schluss)

FOTOS bitte bei Bedarf anfordern bei: michael.kress@die-profis.at

Rückfragen & Kontakt:

Büro (wochentags) 02742/35 16 16/0, fcg-noe@fcg.at
Agentur/PRofi-Press / Michael Kress
Tel.: 01/894 35 44/11, 0664/201 70 45, michael.kress@die-profis.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GNO0001