Grünewald: Kollektivvertrag für Universitätsbedienstete muss rasch umgesetzt werden

Grüner Antrag unterstützt Betriebsratsforderung des wissenschaftlichen Personals

Wien (OTS) - "Der zwischen Beamtengewerkschaft und dem Dachverband der Universitäten ausverhandelte Kollektivvertrag muss dringend und rasch umgesetzt werden", fordert Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen und stellt sich damit hinter den bei der Klausurtagung in Wien vorgebrachten Forderungen der Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals an den Medizinischen Universitäten Graz, Innsbruck und Wien. "Eine Nichtumsetzung hat fatale Folgen für Österreichs Zukunft als ForscherInnenland sowie für die Universitäten. Universitätsbedienstete, deren Verträge im Jahr 2002 abgeschlossen wurden und 2007/2008 auslaufen, fallen in den vertragsleeren Raum", warnt Grünewald und kündigt daher einen parlamentarischen Antrag auf rasche Umsetzung und Finanzierung des KVs an.

Jungen ForscherInnen werde derzeit kein faires Karrieremodell geboten. "Bleibt die Umsetzung des Kollektivvertrags aus, werden hoch qualifizierte DoktorandInnen weiterhin in die USA abwandern", warnt Grünewald. Mit einem Anteil von sechs ForscherInnen pro 1.000 Beschäftigte liege Österreich deutlich unter dem OECD-Schnitt. "Der Mangel an wissenschaftlichem Personal hat verheerende Folgen für die Qualität des Studiums. Das jetzige Betreuungsverhältnis von 113 Studierenden pro ProfessorIn ermöglicht keine adäquate Ausbildung", erklärt Grünewald.

Grünewald erinnert daran, dass sowohl die EU als auch die OECD vermehrt auf die Bedeutung der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses hinweisen. Auch der Rat für Forschung und Technologieentwicklung, der FWF sowie der Wissenschaftsrat betonen den hohen Stellenwert eines neuen Karrieremodells für junge ForscherInnen. "Es zeugt von besonderer Ignoranz, dass sich die Bundesregierung trotz aller Warnungen weigert, hier endlich tätig zu werden", schließt Grünewald.

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