Tag des Rückens in der Klinik für Orthopädie

Landeskrankenhaus Universitätsklinikum Graz, Universitätsklinik für Orthopädie

Graz (OTS) - Rund zwei Millionen ÖsterreicherInnen leiden ständig unter Rückenschmerzen - eine alarmierende Zahl. Aus diesem Grund hatte die Universitätsklinik für Orthopädie Graz am Tag der offenen Tür am 19. Oktober den Schwerpunkt "Rücken" gesetzt. Die BesucherInnen konnten sich über Krankheitsbilder von Wirbelsäulenleiden und die daraus resultierenden sinnvollen Behandlungsschritte gegen Rückenbeschwerden informieren. "Ziel der Schmerzbehandlung ist, der Ursache auf den Grund zu gehen und nicht bloß eine symptomatische Schmerzbekämpfung vorzunehmen", stellt Univ.-Prof. Dr. Reinhard Windhager, Vorstand der Universitätsklinik für Orthopädie in Graz, klar.

Großen Stellenwert legt die Klinik auf vorbeugende Maßnahmen, wofür eine Rückenschule angeboten wird, und auf eine ganzheitliche Betreuung mit zusätzlicher psychologischer bzw. psychotherapeutischer Beratung.

Rückenschmerzen ist einer der häufigsten Gründe, weshalb ein Arzt aufgesucht wird, dabei sind Kreuzschmerzen mit 50 Prozent der größte Anteil der Rückenbeschwerden. Aufgrund des Arbeitsausfalls durch Krankenstand, Behandlungskosten und Frühpensionierung haben Wirbelsäulenerkrankungen auch eine große volkswirtschaftliche Bedeutung.

Schmerzen sind stets Warnsignale

International unterscheidet man einfache, komplizierte und alarmierende Wirbelsäulensymptome. Einfache Rückenschmerzen beginnen meist plötzlich und klingen innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen wieder ab. Die Ursachen liegen meistens in Fehlbelastungen wie längeres Sitzen, Heben oder Tragen. Dauern die Kreuzschmerzen aber länger an, sollten diese unbedingt ursächlich geklärt werden, damit es zu keiner Chronifizierung der Schmerzen ("yellow flags") kommt. Bei massiven Rückenschmerzen mit neurologischen Begleitsymptomen wie Lähmungserscheinungen, Blasen- und Darmstörungen handelt es sich um eine alarmierende Wirbelsäulensymptomatik ("red flags"). Die Therapie von komplexen und alarmierenden Rückenschmerzen erfolgt nach medizinischen Leitlinien, in denen genau festgelegt ist, wann konservativ und wann operativ eingegriffen wird. "Die meisten Fälle sind einfache Rückenschmerzen, die konservativ gut behandelbar sind", beruhigt Prof. Windhager. Der Schmerzgeplagte sollte sich zunächst kurzfristig an den Hausarzt wenden, um eine Chronifizierung der Rückenschmerzen zu verhindern, rät der Klinikvorstand.

Rückenschule beugt Wirbelsäulenproblemen vor

Auf die zunehmende Zahl der an Rückenschmerzen Betroffenen reagierte der Klinikleiter und sein Team mit der Einrichtung einer Rückenschule. Diese findet jeden zweiten Mittwoch in der Wirbelsäulenambulanz statt und informiert die TeilnehmerInnen in Gruppen über Wirbelsäulenbelastungen im Alltag, Vermeidung von Überlastungen und entsprechende Ausgleichsübungen. (Nur gegen Voranmeldung!)

Orthopädie Graz ist Referenzzentrum für komplexe Wirbelsäulenerkrankungen

Alle zwei Wochen werden an der orthopädischen Klinik unter der Leitung von Prof. Windhager und Doz. Radl interdisziplinäre Wirbelsäulenkonferenzen abgehalten, wo Orthopäden, Neurochirurgen, Unfallchirurgen, Radiologen, Endokrinologen, Onkologen, Hämatologen und Strahlentherapeuten besonders schwierige Fälle diskutieren und jeweils die effizienteste und patientenfreundlichste Behandlungsmethode festlegen.

Orthopädische Klinik am Limit der Kapazitäten

Durch die Inbetriebnahme des neuen Operationssaales an der Universitätsklinik Graz werden die Wartezeiten für orthopädische Eingriffe signifikant reduziert, trotzdem ist die Klinik aufgrund begrenzter Personal-, Raum- und Bettenkapazitäten am Limit angelangt. "Die Zahl der Menschen mit orthopädischen Beschwerden steigt aufgrund der hohen Lebenserwartung rasant an, daher sollten unbedingt Maßnahmen gesetzt werden, damit wir auch in Zukunft jedem/r Patienten/in die individuell optimal abgestimmte Betreuung gewährleisten können", fordert Univ.-Prof. Dr. Reinhard Windhager.

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