Gesucht: Igel in Wien

Wienerinnen und Wiener können noch bis zum Frühjahr 2008 bei der Igel-Zählung mitmachen

Wien (OTS) - Seit Juni dieses Jahres helfen Wienerinnen und Wiener mit, gemeinsam mit der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 und dem Naturschutzbund Österreich den Igelbestand in Wien zu erheben. Basis dafür ist die Online-Plattform www.naturbeobachtung.at/igelinwien/. Gibt man seine Igel-Beobachtungen auf dieser Internet-Plattform ein, so entsteht eine Wien-Karte mit der Übersicht aller Igelfunde. Zusätzlich bietet diese Seite Wissenswertes zu Lebensgewohnheiten, Verbreitung, Lebensraum, Igel-Schutz und eine Reihe weiterführender Links.

Die Wiener Umweltschutzabteilung lädt mit dieser Aktion alle interessierten Wienerinnen und Wiener ein, aktiv im Naturschutz tätig zu sein. Gleichzeitig will sie mit dieser Aktion das Bewusstsein dafür stärken, dass man selbst Einiges dafür tun kann, damit sich Igel in Wien wohl fühlen.

Zwischenergebnis Igel in Wien

Seit Juni sind fast 400 Meldungen auf der Igel-Onlineplattform eingegangen. Insgesamt wurden rund 800 Igel gesichtet. Mehr als die Hälfte aller Igel-Meldungen kam - erwartungsgemäß - aus den Randbezirken Donaustadt, Favoriten und Floridsdorf. Die meisten Igel, nämlich knapp 200, wurden im 22. Bezirk beobachtet, im 10. Bezirk sind es 160, gefolgt vom 21. Bezirk mit 112 Igeln.

Warum Igel zählen?

Der Igel braucht vor allem artgerechte Lebensräume. Er bevorzugt strukturreiche Bereiche mit Hecken, Wald- und Gehölzgruppen. Sein Aktionsradius beträgt etwa zwei Kilometer. Um sicher voranzukommen, braucht er grüne Wanderkorridore. Indem man Gärten und öffentliche Grünflächen naturnah gestaltet und auf Chemie verzichtet, kann man dazu beitragen, dass der Igel sich auch im Stadtgebiet wohlfühlt.

Igel rüsten für den Winterschlaf: Bitte nicht alle Laubhaufen entfernen!

Igel sind Winterschläfer. Gerade jetzt, an den späten Oktobertagen, sind die Igel damit beschäftigt, geeignete Winterquartiere zu suchen. Ungefähr fünf Monate dauert ihr Winterschlaf, den sie an geschützten Plätzen wie zum Beispiel in Kompost- oder Laubhaufen oder unter Hecken verbringen. Ein Kompostplatz im Garten oder Hecken mit einheimischen Sträuchern sind deshalb für die Igel eine große Hilfe, um ungestört und geschützt über den Winter zu kommen.

Die Wiener Umweltschutzabteilung appelliert daher an alle Gärtnerinnen und Gärtner, die jetzt ihren Garten winterfest machen, nicht das gesamte Herbstlaub im Garten zu entfernen, sondern Reste davon an geschützten Stellen anzuhäufen und dort den Winter über liegen zu lassen. Unbedingt vermeiden sollte man auch, schon länger liegende Laubhaufen bereits jetzt zu entfernen. Es könnte sich nämlich dort schon der eine oder andere Igel gemütlich zum Winterschlaf eingerichtet haben.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

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