Tag der Lehre: SCHALLE: BZÖ will Lehrlinge stärken und fördern

Wien 2007-10-19 (OTS) - Angesichts des heutigen Tages der Lehre spricht sich BZÖ-Lehrlingssprecher Veit Schalle massiv für eine Stärkung der Lehrlinge ein. Schalle, der sich selbst vom kaufmännischen Lehrling bis zum Generaldirektor hochgearbeitet hat, fordert insbesondere eine Unterstützung der Lehrlinge durch einen Kostenersatz. Dies betreffe gerade die Lehrlingsentschädigung während eines Berufsschulaufenthaltes, die durch den Staat finanziert werden solle. Sämtliche Lehrabschluss- und Prüfungsgebühren sollen abgeschafft werden. Diese würde 120.000 Lehrlingen zugute kommen und eine Entlastung von durchschnittlich 1000 Euro pro Jahr bedeuten. Ebenso fordert das BZÖ die Lehre mit Matura, nach dem Kärntner Beispiel bundesweit umzusetzen. "Ein Lehrling muss uns gleich viel wert sein wie ein Schüler, deshalb darf diese Bundesregierung die 130.000 Lehrlinge in Österreich nicht verunsichern, sondern wie vom BZÖ gefordert, in Zukunft noch stärker fördern", so Schalle, der auch die Unternehmen auffordert verstärkt Lehrlinge auszubilden, aufzunehmen und auch Schulnoten als oft einziges Kriterium für die Beschäftigung zu überdenken. "Jugendliche brauchen eine Chance. Oft sagen Schulnoten nichts über die Qualifizierung für einen Lehrberuf aus. Talent, Einsatzwille und eine Zukunftschance für einen jungen Menschen sind mindestens genauso wichtig und dürfen nicht in den Hintergrund treten", fordert Schalle.

Schalle spricht sich auch klar gegen eine Abschaffung des Kündigungsschutzes für
Lehrlinge und für eine Beibehaltung des Blum Bonus aus. "Vor den letzten Wahlen hat die SPÖ die neue soziale Wärme versprochen, jetzt wird unter einem roten Kanzler der Kündigungsschutz für Lehrlinge abgeschafft und tausende Lehrlinge haben Angst um ihren Arbeitsplatz". Interessant sei, dass die angebliche Arbeiterpartei SPÖ diesen Sozialabbau vorantreibt. "Wenn SPÖ und ÖVP versuchen, den Kündigungsschutz für Lehrlinge zu Grabe zu tragen, wird das BZÖ hier massiven Widerstand leisten und die Lehrlinge nicht im Stich lassen", kündigt der BZÖ-Abgeordnete an.

"Die schwarzen Schafe in der Wirtschaft werden diese Gelegenheit ausnützen, um Lehrlinge nur zu Hilfstätigkeiten heranzuziehen und nach einem Jahr unter der fadenscheinigen Begründung, dass sie nicht lehrwillig sind, wieder freizusetzen. Mit solchen Vorschlägen wird sich die Auflösung der Lehrverhältnisse gravierend steigern. In Wien wurden im letzten Jahr über 24% der Lehrverhältnisse vorzeitig aufgelöst", betont Schalle. Das BZÖ fordert Bundeskanzler Gusenbauer auf, nicht nur schöne Worte zu verbreiten, sondern diesen Anschlag auf die Lehrlinge zurückzuziehen, denn wenn der Kündigungsschutz fällt, werden noch weniger junge Menschen bereit sein, einen Lehrberuf zu ergreifen. Schalle kritisiert auch massiv den Wegfall des Erfolgsmodells Blum Bonus. Dieser hat den Rückgang bei den Lehrlingszahlen gestoppt und dazu geführt, dass mittlerweile wieder rund 130.000 Lehrlinge österreichweit ausgebildet werden. "Gerade bei sozial Schwächeren hat sich der Blum Bonus bewährt und benachteiligten Jugendlichen eine Chance gegeben. Ihn jetzt abzuschaffen ist ein Anschlag auf die Zukunftschancen unserer Jugend", bekräftigt Schalle abschließend.

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