Kollektivvertragsverhandlungen für den Gesundheits- und Sozialbereich starten heute

GPA-DJP und vida fordern Reallohnerhöhung

Wien (GPA-DJP/vida/ÖGB) - Heute Freitag beginnen die Verhandlungen zum BAGS-Kollektivvertrag, dem KV der ‚Berufsvereinigung von ArbeitgeberInnen für Gesundheits- und Sozialberufe’ für die rund 70.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich. Die Gewerkschaften vida und GPA-DJP fordern, dass sich die gute Wirtschaftslage auch im Einkommenszuwachs bei den Beschäftigten niederschlagen müsse. Auch Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte stehen im Forderungsprogramm, das in der heutigen ersten Verhandlungsrunde den ArbeitgeberInnen übergeben wird. ++++

Der BAGS-KV zählt nicht nur zu den größten von der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) und der Gewerkschaft vida verhandelten Kollektivverträgen, sondern auch zu den gesellschaftlich bedeutsamsten.

Michaela Guglberger, vida-Bundesfachgruppensekretärin für den Bereich der sozialen Dienste erklärt: "Wir verlangen, dass Teilzeitbeschäftigte einen fairen Mehrarbeitszuschlag gezahlt bekommen, so wie er im neuen Arbeitszeitgesetz, das mit 1. Jänner 2008 in Kraft tritt, vorgesehen ist."

Reinhard Bödenauer, der stv. Geschäftsbereichsleiter der GPA-DJP, betont: "Tätigkeiten wie Pflege, Bildung oder Kinderbetreuung werden immer wichtiger für eine dynamische Weiterentwicklung und das Funktionieren einer Gesellschaft, sie sind die Kraft, die unsere Gesellschaft zusammenhält. Die ArbeitnehmerInnen der für die Gesellschaft so wichtigen Berufsgruppen verdienen sich eine angemessene Lohn- und Gehaltserhöhung."

Der BAGS-Kollektivvertrag trat erstmals am 1. Jänner 2004 in Kraft und gilt für Bereiche wie Behindertenbetreuung, Altenbetreuung, Kinder- und Jugendwohlfahrt. Im Kollektivvertrag werden Regelungen für alle Berufe im Gesundheits-, Sozial- und Jungendwohlfahrtsbereich getroffen. Dazu zählen unter anderen Heimhelferinnen, Pflegeeltern, KindergärtnerInnen, Tagesmütter, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, diplomierte KrankenpflegerInnen, FachsozialbetreuerInnen, FlüchtlingsbetreuerInnen, Street Worker, AltenhelferInnen, PflegehelferInnen und Lern- und FreizeitbetreuerInnen.

ÖGB, 19. Oktober 2007 Nr. 635

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