Betriebsräte warnen vor Abwanderung der Spitzenmediziner

Presseaussendung der Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der Medizinischen Universitäten Graz, Innsbruck und Wien

Wien (OTS) - In ihrer Klausurtagung vom 18-19.10.2007 in Wien
haben die Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der drei Medizinischen Universitäten Österreichs, die insgesamt mehr als 5000 MitarbeiterInnen, vertreten, folgende Beschlüsse gefasst:

1.) Wir fordern von der Bundesregierung, den ausverhandelten Kollektivvertrag für die Universitäten zu finanzieren!

Ohne Kollektivvertrag gibt es weder eine Uni-Karriere noch eine mit anderen Ländern vergleichbare Bezahlung der MitarbeiterInnen. Konsequenz daraus ist bereits heute ein Abwandern der besten WissenschafterInnen und ÄrztInnen in andere Berufe und ins Ausland.

2.) Mehr Mitbestimmung der Uni-MitarbeiterInnen: Leistungsträger sollten Universitäten mitgestalten! Wir fordern entsprechende Änderung des Universitätsgesetzes! 3.) Keine Ausweitung der Arbeitszeiten und kein Schichtdienst für Spitalsärzte!

72 Stunden Arbeit pro Woche sind genug und dürfen nicht weiter ausgedehnt werden. Eine Erweiterung der erlaubten Wochenarbeitszeit ist weder im Interesse der PatientenInnen noch im Interesse der ÄrztInnen.

Die Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der drei Medizinischen Universitäten Österreichs, die insgesamt mehr als 5000 MitarbeiterInnen vertreten, haben beschlossen, die Kampfmaßnahmen der Österreichischen Ärztekammer zu unterstützen.

An den Medizinischen Universitäten in Graz, Innsbruck und Wien werden am Aktionstag der Österreichischen Ärztekammer (8.11.2007) Betriebsversammlungen stattfinden.

Rückfragen & Kontakt:

Ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Tel.: 0664/22 43 929

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