Sportstaatssekretär Lopatka: Reformvertrag stärkt den Sport in Europa

Erstmals wird Sport in einem EU-Vertrag verankert und in seiner Bedeutung anerkannt

Wien, 19. Oktober 2007 (OTS) - "Die Einigung auf den Reformvertrag von Lissabon ist auch ein guter Tag für den Sport", kommentierte Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka heute das Ergebnis der Regierungskonferenz. Erstmals sei es gelungen, die Bedeutung des Sports auch in einem europäischen Vertrag zu verankern. So heißt es im neuen Artikel 149 (1): "Die Union trägt zur Förderung der europäischen Dimension des Sports bei und berücksichtigt dabei dessen besondere Merkmale, dessen auf freiwilligem Engagement basierende Strukturen sowie dessen soziale und pädagogische Funktion." Damit sei klar, so Lopatka, dass für den Sport aufgrund seiner spezifischen Merkmale auch Ausnahmen etwa im Bereich des Wettbewerbsrechts möglich sind. "Sport ist kein Markt wie jeder andere, sondern lebt von seinen ehrenamtlichen Strukturen und der Begeisterung vieler Millionen Menschen, die im Sport eine sinnerfüllte Freizeitbeschäftigung finden", so Lopatka. ***

Im selben Artikel setzt sich die Union als neues Ziel die "Entwicklung der europäischen Dimension des Sports durch Förderung der Fairness und der Offenheit von Sportwettkämpfen und der Zusammenarbeit zwischen den für Sport verantwortlichen Organisationen sowie durch den Schutz der körperlichen und seelischen Unversehrtheit der Sportler, insbesondere der jüngeren Sportler." Damit anerkenne die Union auch ihre spezifische Verantwortung, die sie neben dem organisierten Sport und den Mitgliedsstaaten für den Sport und unsere Athletinnen und Athleten habe. "Es ist unser gemeinsames Ziel, die sozialen und integrativen Potentiale des Sports zu fördern und den Bedrohungen des Sport - Doping, Gewalt und Rassismus - entschieden entgegen zu treten", betonte der Sportstaatssekretär. Diese Herausforderungen seien nur auf europäischer Ebene nachhaltig zu lösen, nationalstaatliche Einzelgänge haben im zusammenwachsenden Europa wenig Chancen auf Erfolg. "Nachdem die Kommission im Sommer bereits mit dem 'Weißbuch' ihre Überlegungen zur Europäisierung des Sports präsentiert hat, ist der neue Reformvertrag ein nächster bedeutender Schritt zu dessen Stärkung", so Lopatka abschließend.

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