Fast-Einigung bei Spitalsfinanzierung

Finanzausgleichsverhandlungen: Massive Unterstützung für die Ordensspitäler

Wien (OTS) - Besserstellung bei der leistungsbezogenen
Finanzierung - Land Oberösterreich verhindert echte Gleichbehandlung der Ordensspitäler - Weiterhin Forderung nach Fairness

Massive Unterstützung der Ordensspitäler in ihrer Forderung nach Fairness und finanzieller Gleichbehandlung: Bei den soeben abgeschlossenen Finanzausgleichsverhandlungen haben vorliegenden Informationen zufolge acht Bundesländer sowie die Vertreter des Bundes und anderer Körperschaften den langjährigen Wunsch der österreichischen Ordensspitäler nach gerechter Finanzierung akzeptiert.

Bloß der Landeshauptmann von Oberösterreich hat ein Veto gegen einen Beschluss über "gleiches Geld für gleiche Leistungen bei gleicher Qualität" eingelegt. Die Ordensspitäler hatten zuletzt in einer umfangreichen Petition konkrete Vorschläge für eine Realisierung des "Gleichbehandlungsprinzips" in der Spitalsfinanzierung den Entscheidungsträgern vorgelegt.

Insbesondere waren die Ordensspitäler bereit, sich strengen Wirtschaftlichkeitskriterien zu unterwerfen. Die Reaktionen auf diese Vorschläge waren fast ausnahmslos positiv, was sich offenbar auch bei der Behandlung dieser Frage in den Finanzausgleichsverhandlungen zwischen Bund und Ländern ausdrückte.

Beschlossen wurde in den Verhandlungen immerhin eine Gleichbehandlung der Ordensspitäler beim Finanzierungsanteil der leistungsbezogenen Kostenabrechnung.

Bekanntlich basiert die Spitalsfinanzierung in Österreich auf zwei Säulen: Der Verrechnung der Leistungen nach Leistungspunkten und einer Abgangsdeckung durch die Länder für die verbleibenden Kosten. Im Rahmen dieser Abgangsdeckung werden in einigen Bundesländern -etwa in Oberösterreich - Ordensspitäler gegenüber den Krankenhäusern der Länder und Gemeinden deutlich schlechter gestellt.

Die vorangegangene Einigung auf Beamtenebene hatte erstmals eine "gleiche Vergütung von gleichartigen Leistungen" in allen Bundesländern vorgesehen. Damit wären - vorausgesetzt effiziente Spitalsführung und höchste Leistungsqualität - die vollen Kosten von den Ländern abzudecken und damit auch die Existenz der Ordensspitäler abgesichert.

"Befremdliche Haltung"

"Die Verhinderung einer solchen österreichweiten Vereinbarung über eine gerechte Finanzierung der Ordensspitäler durch Landeshauptmann Pühringer ist befremdlich, da der oberösterreichische Landeshauptmann den Ordensspitälern an sich wohlwollend gegenübersteht. Und gerade das Land Oberösterreich und seine Bevölkerung profitieren nachweislich deutlich von der Effizienz und der Leistungsstärke der dortigen Ordensspitäler", sagt dazu Pater Leonhard Gregotsch, Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreichs. Bekanntlich stellen die oberösterreichischen Ordensspitäler rund 40 Prozent der gesamten Spitalsbetten und liegen in der Kostenstruktur günstiger als die Spitäler des Landes.

"Die extrem hohe Akzeptanz der Anliegen der Ordensspitälern bei nahezu allen Entscheidungsträgern auf Bundes- und Landesebene ist für uns jedoch weiterhin Auftrag und Ermutigung", meint Pater Gregotsch. "Wir gehen daher mit großer Zuversicht in die weiteren Gespräche über die Spitalsfinanzierung auf Landesebene, auch in Oberösterreich."

Provinzial Hofrat P. Leonhard Gregotsch OSCam
Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreichs

Rückfragen & Kontakt:

Provinzial Hofrat P. Leonhard Gregotsch
E-Mail: sk@superiorenkonferenz.at
Telefon: 01/535 12 87/13

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001