Pröll: Vorsorgeprinzip bei Pestiziden muss im Mittelpunkt stehen

Landwirtschaftsminister beim Ständigen Unterausschuss in Angelegenheiten der EU

Wien (ÖVP-PK) - Das grundsätzliche Prinzip beim Inverkehrbringen und bei der Einsetzung von Pflanzenschutzmitteln heißt Vorsorge. Das stellte heute, Donnerstag, Landwirtschaftsminister Josef Pröll im Ständigen Unterausschuss in Angelegenheiten der Europäischen Union fest, der sich mit der Thematik der Pestizide befasste. ****

Österreich sei in Sachen Zulassung, Anwendung und Kontrolle "gut aufgestellt". Eine gemeinsame Zulassung, wie sie nun die EU-Kommission vorsieht, "berücksichtigt die umsichtige Anwendungspraxis in Österreich", so Pröll. Gemüseprodukte aus Mitgliedsstaaten weisen oft erhöhte Pestizidbelastungen auf. "Genau aus diesem Grund müssen wir den europäischen Weg gehen. Österreich wird sich nach dem Vorsorgeprinzip massiv für einen Schutz der Anwender, der Natur und der Konsumenten auf Europaebene einbringen." Der Minister wies in diesem Zusammenhang auch auf den freien Transport in Europa hin. Daher müsse das Ziel sein, gleiche Zulassungsstandards zu erreichen.

Pröll wies zudem darauf hin, dass viele neue Pflanzenschutzmittel, die eine technisch bessere Qualität aufweisen, oftmals aus Kostengründen nicht auf den kleinen österreichischen Markt gebracht werden. Deswegen sei eine Zonenzulassung, wie sie die EU plant, wichtig. Die Zonenzulassung berücksichtige vor allem die klimatischen Bedingungen und die Vegetation in Österreich.

Natürlich gebe es bei dieser Thematik auch Ängste - "aber es gibt auch Notwendigkeiten. Die Landwirtschaft muss sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Auch die Anwender brauchen klare Regeln und Schutz", erklärte der Minister.

Bei der Diskussion im EU-Parlament und im Europäischen Rat müsse man sich allerdings nicht nur auf die Landwirtschaft, sondern auch auf private Anwender konzentrieren. "Wir wollen insgesamt eine Vereinfachung und keine Doppelgleisigkeiten", so Pröll abschließend. (Schluss)

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