Regierungsbeauftragter Blum: Jugendliche mehr in den Mittelpunkt der Diskussion stellen

AK-Podiumsdiskussion zur "Zukunft der Lehre"

Wien (OTS) - Anlässlich einer Podiumsdiskussion der AK Wien zum Thema "Zukunft der Lehre" appellierte gestern der Regierungsbeauftragter Egon Blum an die Sozialpartner, die Jugend jetzt noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen. Blum zollte den Verhandlungsteams Respekt, die erzielten Ergebnisse seien als Kompromiss zweier gleichrangiger Sozialpartner zu werten und "grundsätzlich" zu respektieren. Aus Sicht des Regierungsbeauftragten sei aber der dritte und wohl wichtigste Partner, nämlich die Jugendlichen, nicht hinreichend im Mittelpunkt der Verhandlungsbemühungen gestanden.

Blum hofft auf eine umfassende Akzeptanz des Sozialpartnerpapiers und als Folge davon auf eine Beruhigung der erst jetzt beginnenden Diskussion über die verhandelten Details. Was die Inhalte des Papiers betrifft, seien Themen wie: "Lehre und Matura", der Auf- und Ausbau von "Ausbildungsverbünden", Bemühungen um die "Berufswahlinformation" oder der Ausbau von "ÜAZ- Überbetrieblichen Ausbildungszentren" stark und vorbildlich positioniert worden.

Die Punkte "Lehrlingskündigung und Evaluierung (Abschaffung) des Blum-Bonus" haben für den Regierungsbeauftragten bei den Verhandlungen eine dominante Rolle gespielt. Die Themen "Qualitätssicherung und Lehrstellenförderung" seien hingegen jene Kapitel, die aus Sicht des Regierungsbeauftragen nochmals auf deren Ergebniswirksamkeit hinterfragt werden müssen.

Als wichtigster Punkt in diesem Zusammenhang sei die "Ausbildungsforschrittskontrolle zur Mitte der Lehrzeit" anzusehen. Dieser, im Papier der Sozialpartner nicht vorgesehene, Optimierungsschwerpunkt sei ein Thema, das im Sinne einer echten und nachvollziehbaren Qualitätssicherung unumgänglich sei. Die Bereitschaft zu einer Art "Ausbildungsnachweis" - möglicherweise auf Sicht auch als "Zwischenprüfung" ausbaubar - müsste hoch honoriert werden. Damit werden auch jene Unternehmen belohnt, die erhebliches innerbetriebliches Engagement zum Lehrerfolg aufwenden.

Aus Sicht des Regierungsbeauftragten müsse es möglich sein, für alle beteiligten Partner, insbesondere für die Anliegen der Jugend, ein "win-win" Ergebnis zu erreichen. "Wenn es uns gelingt, aus unserer Jugend das zu machen, wozu sie fähig ist, werden wir die Zukunft gemeinsam meistern", so Blum

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Staatssekretariat: Mag. Daniela Webinger, Tel.:(01)71100-5838
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel.: (01) 711 00-5130
mailto: presseabteilung@bmwa.gv.at
Internet: http://www.bmwa.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWA0004