Strache: Starke Bedenken gegen Tschad-Einsatz

Auch Mitglieder des Jagdkommandos werden entsendet

Wien (OTS) - Ausgesprochen skeptisch zum geplanten Tschad-Einsatz des Bundesheeres äußerte sich heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache. Die österreichischen Soldaten seien dort völlig unberechenbaren Gefahren ausgesetzt. Zudem handle es sich nicht nur, wie anfänglich behauptet, um Sanitätseinheiten, sondern auch um Mitglieder des Jagdkommandos.

Die Lage im Tschad sei äußerst unsicher. Erst vorgestern sei über weite Teile des Landes wieder der Ausnahmezustand verhängt worden, führte Strache weiter aus. Das Waffenembargo gegen den Sudan, welcher die Grenze zum Tschad regelmäßig verletze, werde permanent unterlaufen, Experten würden mit bewaffneten Konflikten zwischen der Internationalen Schutztruppe und den Konfliktparteien rechnen. Eine Verwicklung österreichischer Bundesheersoldaten in den Konflikt könne daher auch bei einem humanitären Einsatz nicht ausgeschlossen werden.

Das Entsenden von Kampfeinheiten sei außerdem mit der Neutralität nicht vereinbar, betonte Strache. Österreichische Soldaten hätten grundsätzlich in Ländern, in denen Krieg herrsche, nichts verloren. Aber dies zeige nur, wie die Bundesregierung daran arbeite, unsere Neutralität weiter auszuhöhlen.

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