STS Kranzl setzt als erstes Regierungsmitglied auf erdgasbetriebenen Dienstwagen

Erster A6 wird derzeit als Prototyp entwickelt

Wien (OTS) - Die Bundesregierung hat sich in Sachen Klimaschutz ambitionierte Ziele gesetzt und sich dementsprechend im Regierungsabkommen dem Prinzip der umweltfreundlichen Mobilität verpflichtet. So ist die Steigerung der alternativen Kraftstoffe im Verkehrssektor auf 10% bis 2010 ebenso im Regierungsabkommen verankert, wie das Ziel bis 2010 fünf Prozent der neu zugelassenen PKW mit alternativen Antrieben zu erreichen. "Als Person des öffentlichen Lebens und insbesondere als politische Entscheidungsträgerin hat man selbstverständlich auch eine Verantwortung. Man kann und soll in verstärktem Ausmaß an der öffentlichen Meinungs- und Bewusstseinsbildung mitwirken. Daher setze ich bei meinem neuen Dienstwagen als erstes Regierungsmitglied auf den innovativen Antrieb Erdgas, der hinsichtlich Umwelt- und Kostenfaktor optimale Voraussetzungen mit sich bringt", erklärte Staatssekretärin Christa Kranzl.

- Wirtschaftlichkeit und geringer Schadstoffausstoß als großes Plus

Gerade in Sachen Umweltschutz seien Erdgasautos die optimale Lösung. "25% weniger Kohlendioxid, 80% weniger Kohlenwasserstoffe und bis zu 95% weniger Stickoxide als benzinbetriebene Autos sprechen eine klare Sprache." Aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht spricht alles für ein erdgasbetriebenes Auto. "Erdgasautos sparen Kosten gegenüber konventionellen Treibstoffen. So kostet ein Kilogramm Erdgas an der Zapfsäule 0,828 Euro und ist dabei im Betrieb ebenso ergiebig wie 1,5 Liter Benzin."

- Vorteile gegenüber anderen alternativen Antriebsmöglichkeiten

Auch den Vergleich mit anderen alternativen Treibstoffen braucht Erdgas nicht zu scheuen. Ein erdgasbetriebenes Auto benötigt keinen Wechsel der Batteriesätze und - als vielleicht größtes Plus - Erdgas ist der einzige Bioantrieb mit einem nennenswerten Tankstellennetz in Österreich.

Gerhard Kunit, der Geschäftsführer der WIEN ENERGIE Erdgas Mobil G.m.b.H., kann dies nur bestätigen. "Derzeit halten wir bei 78 öffentlichen Erdgastankstellen in Österreich, wobei sich allein in Wien 10 davon befinden. Alle Durchzugsrouten und Ballungsräume sind heute ausreichend mit Erdgastankstellen erschlossen", erklärte Kunit. Bis 2010 wird das Netz auf 200 Tankstellen ausgebaut werden. "Jeder der heute in Österreich ein Erdgasauto fahren will, kann das auch tun. Die Benzinreserve wird nur in Ausnahmefällen beansprucht werden." Der Tankvorgang selbst dauere etwa solange, wie bei Benzin oder Diesel. Der große Vorteil liege darin, dass beim Tanken keine Kraftstoffemissionen freigesetzt werden, da die dichte Verbindung ein Entweichen bzw. Verdunsten nicht zulässt.

"Durch das große Interesse an Erdgasfahrzeugen steigt auch die Zahl an den verschiedenen Modellen. Die Prototypentwicklung des A6 ist daher besonders positiv, da es in dieser Klasse bisher kaum Fahrzeuge gibt", so Günter Hoffellner, kaufmännischer Direktor der Infinite Energie, Antriebs & Umwelttechnologie G.m.b.H.. Durch ein zunehmendes ökologisches und ökonomisches Interesse der Einzelkunden, aber auch von großen Unternehmen, rechne Hoffellner mit einer erheblichen Markterweiterung in den nächsten Jahren und verweist auf Italien, wo bereits 500.000 erdgasbetriebene Fahrzeuge unterwegs seien.

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