"Tag der Lehre": Das beste Image nützt nichts, wenn s zu wenig Lehrstellen gibt

Hundstorfer: Qualität in der betrieblichen Ausbildung fördern, Ausbildungsgarantie umsetzen

Wien (ÖGB) - "Der Tag der Lehre ist eine wichtige Möglichkeit, Jugendliche auf die verschiedensten Berufe und Karrieremöglichkeiten aufmerksam zu machen und das Image der Lehre zu verbessern", begründet ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer, warum auch der ÖGB den "Tag der Lehre" unterstützt. Dabei dürfe aber eines nicht vergessen werden: "Das beste Image nützt nichts, wenn die Jugendlichen keine Lehrstelle finden. Deshalb muss die Bundesregierung raschest die Ausbildungsgarantie umsetzen und das Sozialpartnerpaket ‚ Arbeitsmarkt - Zukunft 2010’ Gesetz werden lassen", sagt Hundstorfer.++++

Ende September 2007 waren insgesamt 32.433 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos gemeldet. 6.923 Lehrstellensuchenden standen 4.759 offene Lehrstellen gegenüber. "Es ist eine Tatsache, dass viele Jugendliche keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb finden können, auch wenn die betriebliche Ausbildung das oberste Ziel bleibt", sagt Hundstorfer. Zuletzt wurden 6.154 Jugendliche ohne Lehrstelle in so genannten JASG-Maßnahmen ausgebildet.

Die Sozialpartner haben sich geeinigt, dass diese Maßnahmen durch überbetriebliche Berufsbildungszentren ersetzt werden sollen, in denen die Lehrberufe über die gesamte Lehrzeit ausgebildet werden. "Hier soll eine Ausbildung bis zur Lehrabschlussprüfung gewährleistet werden, ohne dass sich die Jugendlichen jedes Jahr wieder von vorne auf die nervenaufreibende Suche nach einer Lehrstelle machen müssen", erklärt Hundstorfer. (Die bisherigen JASG-Maßnahmen waren zum Großteil auf eine Dauer von 10 Monaten angelegt.)

Weil aber die betriebliche Ausbildung oberstes Ziel bleibt, sollen jene Betriebe, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind, finanziell unterstützt werden. "Das Sozialpartnerpaket schafft die bisherige Gießkannenförderung ab und ersetzt sie durch gezielte Förderung der Ausbildungsqualität. Damit besteht die Chance nicht nur auf mehr, sondern auch auf bessere Lehrstellen", schließt Hundstorfer.(fk)

ÖGB, 18. Oktober 2007 Nr. 631

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