Kärntner Konjunkturlage ist top

LH Haider: Kärnten kann auf stärkste Beschäftigungsdynamik seit den späten achtziger Jahren blicken

Klagenfurt (LPD) - Im Rahmen der "Herbstprognose"-Pressekonferenz des Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) präsentierte heute, Donnerstag, Technologiereferent und KWF-Aufsichtskommissär LH Jörg Haider die aktuellen Konjunkturzahlen für das Bundesland Kärnten gemeinsam mit KWF-Vorstand Erhard Juritsch und Univ. Prof. Michael Steiner vom Institut für Technologie und Regionalpolitik des Joanneum Reserach in Graz. "Von dem derzeit international und national vorherrschenden Konjunkturhoch hat Kärnten profitiert und wird es im kommenden Jahr auch tun", lautete dabei das erfreuliche Resümee.

"Dank der guten Konjunkturentwicklung konnte Kärnten im Jahr 2006 ein starkes Konjunkturprogramm fahren", teilte Haider mit. Mit 50 Millionen Euro, 25 kamen vom Bund und 25 Millionen aus dem Zukunftsfonds, gab es eine starke Fördertätigkeit für die heimische Wirtschaft. "Gab es im Jahr 2005 noch 733 Förderfälle mit einem Investitionsvolumen von 370 Millionen Euro, waren es 2006 bereits 1.262 Fälle mit einer Investitionssumme von 1,2 Milliarden Euro", teilte der Landeshauptmann mit. Die Mehrinvestitionen schlugen sich auch bei den neu geschaffenen Arbeitsplätzen nieder. 2005 waren es 1.942, ein Jahr später bereits 2.884, so Haider.

Erfreulich sind auch die Beschäftigten-Prognosen für die Jahre 2007 und 2008. "Die Zahl der unselbständigen Beschäftigungsverhältnisse wird wachsen. Im heurigen Jahr wird der Beschäftigtenstand mit einer Zunahme von zwei Prozent sogar über dem Österreichschnitt (1,9 Prozent) liegen", so Haider. In den ersten acht Monaten des heurigen Jahres konnte Kärnten mit einem Höchststand von 218.000 Beschäftigen aufwarten. Die stärkste Zunahme an Beschäftigten im heurigen Jahr, mit + 3,7 Prozent, gab es im Hochtechnologie- und Technologiebereich. "Die vom Land eingesetzten Landesgelder in den Lakeside Technologie Park in Klagenfurt (53 Millionen Euro), in die Initiative "Lakeside Labs" für die nächsten fünf Jahre (22 Millionen Euro) und in die Stiftungsprofessuren der Technischen Universität Klagenfurt (9,2 Millionen Euro) haben zu dieser dynamischen Entwicklung beigetragen", sagte der Technologiereferent.

Mit erfreulichen und aktuellen Zahlen für Kärnten wartete auch Univ. Prof. Steiner auf. Seine Hauptaussage lautete: "Das konjunkturelle Hoch konnte auch Kärnten nutzen." Der produzierende Bereich erzielte im ersten Halbjahr 2007 gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung des Produktionswertes um +13,1 Prozent und liegt damit deutlich über den Österreichschnitt von 8,4 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich die Branchen Elektrotechnik/Elektronik und der Maschinenbau. Von den rund 3.900 zusätzlichen Beschäftigungsverhältnissen im Jahr 2007 werden vier Fünftel auf den Dienstleistungssektor (3.030 Beschäftigte) und ein Fünftel auf den Produktionssektor (800 Beschäftigte) fallen. Steiner rechnet auch im Jahr 2008 mit einer Fortsetzung des Wachstums, wodurch in Kärnten zusätzliche 2.200 Beschäftigungsverhältnisse entstehen werden. Weltweit rechnet Steiner im heurigen Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von +5,2 Prozent in der EU von +2,8 Prozent.

Juritsch stellte die neue Programmstruktur des KWF seit dem Jahr 2006 vor. Sie gliedert sich in Impuls-, Wachstums- und Leitprojekte. Bei den Impulsprojekten handelt es sich um vereinfachte Verfahren mit einem Barwert bis maximal 25.000 Euro. Seitens des KWF werden davon jährlich 450 abgewickelt. Wichtiges Ziel des KWF bei allen Projekten sei die strategische Weiterentwicklung der Kunden, so der KWF-Geschäftsführer.

Im Bezug auf eine Neustrukturierung des KWF teilte der Landeshauptmann mit, dass dieser unter die Landesholding eingegliedert werde. "Künftig wird es eine Richtlinienkompetenz des Landes geben. Sie stellt dem KWF die finanziellen Mittel zur Verfügung", so Haider Die KWF-Organisation bleibe wie jetzt erhalten, in das operative Geschäft werden sich das Land und der Finanzreferent auch künftig nicht einmischen.

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