Europäische Sozialpartner: Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren von Flexicurity

IV-Präsident und BUSINESSEUROPE-Vizepräsident Sorger: Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken, ohne soziale Ziele aus den Augen zu verlieren

Wien (OTS) - Wien (PdI) Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt die heute, Donnerstag, beim EU-Sozialgipfel in Lissabon diskutierte gemeinsame Position der Europäischen Sozialpartner zur Flexicurity und den Herausforderungen des Arbeitsmarktes. "Wir sind uns in der Europäischen Sozialpartnerschaft einig, dass ein klarer Zusammenhang zwischen den Herausforderungen der Globalisierung und der Notwendigkeit für Arbeitsmarktreformen besteht. Der Flexicurity-Ansatz ist - richtig umgesetzt - am ehesten geeignet, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken, und damit Wachstum und Beschäftigung zu fördern, ohne die sozialen Ziele aus den Augen zu verlieren", erklärte der Präsident der IV und Vizepräsident des europäischen Industrie- und Arbeitgeberdachverbandes BUSINESSEUROPE Dr. Veit Sorger im Vorfeld des EU-Sozialgipfels.

Die heimische Industrie spricht sich für die Adaption und Umsetzung des Flexicurity-Modells für Österreich aus. Ausgehend von dieser wichtigen Einigung der Europäischen Sozialpartner erwarte man auch neue Impulse auf nationaler Ebene. "Wir halten dieses Modell auch für Arbeitnehmer für die richtige Antwort auf die Herausforderung der Globalisierung: Größtmögliche Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt, gepaart mit größtmöglicher produktiver Unterstützung von Arbeitnehmern, damit sie im Bedarfsfall eine neue adäquate Beschäftigung finden", so Sorger. Dieses Konzept ermögliche ein Höchstmaß an Beschäftigung. "Das beweisen die skandinavischen Länder, insbesondere aber Dänemark, das dieses Modell am umfassendsten lebt", sagte der IV-Präsident.

"Es geht primär darum, die Veränderungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit der Unternehmen und Arbeitskräfte zu heben und die Beschäftigungsfähigkeit unseres Arbeitskräftepotenzials zu steigern", betonte Sorger. Der IV-Präsident verwies darauf, dass sich in dieser Frage die Arbeitgebervertreter und der Europäische Gewerkschaftsbund im Laufe der Diskussion deutlich näher gekommen seien. Es sei daher erfreulich, "dass die IV als österreichisches Mitglied von BUSINESSEUROPE in diesen Verhandlungen einen konstruktiven Beitrag leisten konnte".

BUSINESSEUROPE vertritt mehr als 20 Millionen kleine, mittlere und große Unternehmen in 39 Arbeitgeber- und Industrieverbänden aus 33 Ländern. BUSINESSEUROPE ist offizieller Arbeitgeber-Sozialpartner im Europäischen Sozialen Dialog. IV-Präsident Dr. Veit Sorger wurde kürzlich bis 2009 für ein weiteres Mal zum Vizepräsidenten von BUSINESSEUROPE bestellt.

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