Grünewald fordert kostenlose Impfangebote gegen Gebärmutterhalskrebs

Aussagen von BM Kdolsky lassen auf elementare Wissenslücken schließen

Wien (OTS) - Als notwendige und wichtige Initiative begrüßt der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, die Forderung von BM Bures nach einer kostenlosen HPV-Impfung junger Mädchen. Schon im Juli 2007 brachte Grünewald eine entsprechende parlamentarische Anfrage an BM Kdolsky ein. "Die mit 30. August datierte abschlägige Antwort der zuständigen Ministerin kann ich nur als peinlich und im höchsten Maße ärgerlich bezeichnen. Allein ihre Aussage, dass die Impfung nachgewiesenermaßen nach dem ersten Geschlechtsverkehr völlig wirkungslos sei und die Impfung nicht zu einer Heilung führe, lässt auf elementare Wissenslücken der Ministerin schließen", empört sich Grünewald.

"Kdolsky scheint hier auf Schönborns Spuren zu wandeln und mutet einem Impfstoff ein intelligent design zu, wonach dieser zwischen Personen ohne bzw. mit stattgefundenem Geschlechtsverkehr unterscheidet und bei letzteren seine Wirkung einstellt", so Grünewald. Auch sollte BM Kdolsky wissen, dass Impfstoffe nicht heilen können, sondern eine Infektion und die damit verbundene Erkrankung im allgemeinen verhindern, zeigt sich Grünewald über die Antworten der Gesundheitsministerin auf seine parlamentarische Anfrage verwundert.

"Schon im Vorfeld hat sich BM Kdolsky nicht gerade durch wissenschaftlich haltbare Aussagen ausgezeichnet. In einer Presseaussendung vom 10. Mai 2007 lautete die Überschrift:´HPV Impfung ist keine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs´. Wahr ist vielmehr, dass dieser Impfstoff von der unbestritten fachkompetenten europäischen Arzneimittelagentur für diese Tumorform zugelassen wurde. Geradezu absurd war auch die Behauptung in einer Presseaussendung vom 21. Juni 2007: ´….wir wissen nicht welche Wirkung die Verabreichung von Retro Viren, also gentechnisch hergestellten, inaktiven Zellen, hat´. Mit Retro Viren hat dieser Impfstoff nämlich gar nichts zu tun und dass diese gentechnisch inaktive Zellen seien, lässt auf fehlende Grundkenntnisse gröberer Art schließen", so Grünewald.

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