Pirklhuber: Gefährliche Pestizide sofort verbieten

Grüne: EU-Pestizid-Paket müssen die Giftzähne gezogen werden

Wien (OTS) - "Nach Daten der EU-Kommission ist es seit 1992 nicht gelungen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der EU zu reduzieren. Der Prozentsatz von Lebens- und Futtermittelproben, in denen Rückstände unerwünschter Pestizide nachgewiesen wurden, die über den zulässigen Höchstwerten liegen, ist sogar von drei Prozent auf fünf Prozent angestiegen", kritisiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber.

Die Vertreter der Mitgliedstaaten - und somit auch BM Pröll - haben anlässlich des von der EU-Kommission vorgelegten "Pestizid-Paketes" die Möglichkeit, dieses positiv zu beeinflussen. "Ich lade die anderen Fraktionen ein, den Antrag der Grünen im heutigen Ständigen Unterausschuss in Angelegenheiten der Europäischen Union zu unterstützen", so Pirklhuber.

Die Grünen fordern, dass bei der Zulassung von Pestiziden das Vorsorgeprinzip konsequent verfolgt wird und für empfindliche Gruppen - insbesondere Kinder - die höchsten Standards angelegt werden. "Jene Pestizide, die unter Verdacht stehen das Nervensystem, das Immunsystem oder das Hormonsystem zu schädigen, die krebserregend oder erbgutschädigend sind, müssen verboten werden", fordert Pirklhuber.

Ferner setzen sich die Grünen dafür ein, dass endlich bindende Ziele für ein Pestizid-Reduktionsprogramm festgeschrieben werden und Instrumente wie z.B. Pflanzenschutzmittelabgaben EU-weit zum Einsatz kommen. "Sehr wichtig wäre es auch, Pflanzenschutzmaßnahmen, die ohne Pestizideinsatz (z.B. natürliche Schädlingsbekämpfung, Nützlingseinsatz und mechanische Unkrautregulierung) auskommen, stärker als bisher zu unterstützen", schlägt Pirklhuber vor.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003