Winkler: "UNESCO - wichtige soft power Funktion für weltweiten Frieden"

Staatsekretär Hans Winkler bei der 34. UNESCO Generalkonferenz

Paris (OTS) - "In der modernen Welt, in der die physischen Grenzen immer unsichtbarer werden, gilt es verstärkt neue Zugänge zur Erhaltung und Förderung des Friedens auszuloten. Die UNESCO nimmt hierbei eine wichtige "soft power" Funktion ein. Sie muss diese im UN-Rahmen jedoch auch verstärkt einsetzten und nützen", forderte Staatsekretär Hans Winkler bei der 34. UNESCO Generalkonferenz. "Gerade aufgrund ihrer vielfältigen Programme in den Bereichen der Erziehung, Kultur und Kommunikation bietet sie eine bedeutsame und ausbaufähige Plattform der kritischen Auseinandersetzung."

Winkler bezeichnete den freien und fairen Zugang zu Bildung und Information als ein wichtiges Schlüsselelement. "Nur durch Bildung können die Chancen der Wissensgesellschaft auch wirklich genützt, Toleranz gefördert und das Aufbrechen von Konflikten vermieden werden."

Der Staatssekretär betonte, dass die Förderung und der Schutz der kulturellen Vielfalt ein großes Anliegen Österreichs sei. "Kulturelle Eigenständigkeit und Vielfalt ist nicht nur eine Bereicherung, sondern auch eine Stärke. Sie geht Hand in Hand mit der Achtung und dem Respekt für andere Kulturen und Traditionen" so Winkler, der sich dafür einsetzte, dass die UNESCO gerade im Dialog der Zivilisationen, Kulturen und Religionen auch weiterhin eine aktive Rolle spielen und Entwicklungen positiv beeinflussen müsse.

Winkler hob auch die Bedeutung der UNESCO Weltkulturerbestätten hervor. "Die weitere Heranführung der Länder des Westbalkans ist ein besonderes Anliegen der österreichischen Außenpolitik. Ein wichtiges Teilelement dessen ist auch ein besseres gegenseitiges kulturelles Verständnis und erhöhtes Wissen der Kultur- und Naturschätze unserer Nachbarn. Kultur lehrt Respekt. Sie lebt vom gegenseitigen Austausch, das Vertrauen schafft", so Winkler, der auf das Projekt "Western Balkans Re/Discovered" verwies, das auf österreichische Initiative ab Ende des Jahres alle 18 Weltkulturerbestätten des Westbalkans im Rahmen einer Wanderausstellung durch die EU-Staaten präsentieren wird.

"Eine friedliche Zukunft ist in unser aller Interesse. Armut bekämpfen, Vielfalt bewahren und Partnerschaft aufbauen - das sind die Schlüssel zu einer guten weltweiten Entwicklung. Österreich wird sich auch in Zukunft weiterhin dafür einsetzen, dass die UNESCO ihren Auftrag mit Vision und Tatkraft erfüllen kann", so der Staatsekretär, der sich abschließend auch für die Notwendigkeit einer raschen Umsetzung der Konvention zur kulturellen Vielfalt einsetzte.

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