AK Sparzinsentest: Wer vergleicht hat mehr am Konto! 2

Große Zinsunterschiede - Achtung bei Spesen und Zinsfallen!

Wien (OTS) - Bis zu vier Prozent Zinsenunterschied gibt es bei täglich fälligen Spareinlagen. Die AK prüfte bei 26 Banken (www.bankenrechner.at) auch die Zinsen für täglich fällige Sparbücher, Sparcards, Prämien- und Kapitalsparbücher: 0,125 bis 4,39 Prozent Zinsen gibt’s bei täglich fälligen Sparbüchern und Sparcards. Bei Kapital- und Prämiensparbüchern lohnt sich ebenfalls ein Zinsvergleich. AK Konsumentenschützer Harald Glatz rät: "Verhandeln Sie bei täglich fälligen Sparbüchern die Zinsen und achten Sie auf mögliche Zinsfallen und Spesen."

Die Zinsenunterschiede sind groß bei täglich fälligen Spareinlagen: 0,125 Prozent (BAWAG-PSK, Erste Bank, Hypo NÖ, Raiffeisen NÖ Wien) bis 4,39 Prozent (livebank.at).

Viele Banken bieten als Alternative zum Sparbuch Sparcards an. Das sind täglich fällige Sparkonten. Die Zinsen sind betragsabhängig -mehr Zinsen bei einem höheren Betrag. Bei einem Guthaben von 1.000 Euro gibt es Zinsen von 1,5 Prozent (BAWAG - PSK, Bank Austria) bis 4,00 Prozent (Verkehrskreditbank). "Achten Sie auf mögliche Spesen wie Kontoschließungs-, Kontoführungs- oder Postengebühren. Sie können den Zinsenertrag erheblich schmälern", sagt Glatz. Jährliche Kontospesen gibt es bei der BKS-Card (4,20 Euro) sowie bei der Oberbank-Card (3,48 Euro). Bei sechs von zehn untersuchten Sparcards fallen Kontoschließungespesen zwischen fünf (BAWAG-PSK) und zehn Euro (Volkbank Wien, Hypo NÖ) an.

Einmalbeträge für eine vereinbarte Laufzeit sind auf Kapitalsparbüchern gut aufgehoben. Es gibt Fixzinssätze bei einer Laufzeit auf ein Jahr von 3,9 Prozent (Bank Winter & Co) bis 4,5 Prozent (Bank Austria, Hypo NÖ, RLB NÖ Wien, Volksbank Wien). Für zwei Jahre betragen die Zinsen 4,25 Prozent (Oberbank, Hypo OÖ) bis 4,5 Prozent (Wiener Spar- und Kreditinstitut, Generali Bank, Denzibank, Erste Bank).

Prämiensparbücher eignen sich beispielsweise zum monatlichen Ansparen und haben variable Zinssätze. Bei einer Laufzeit von zwei Jahren bekommen SparerInnen 2,5 Prozent (RLB NÖ Wien) bis 3,5 Prozent (Bank Austria).

Fünf AK Tipps für Sparer
+ Vergleichen und verhandeln bringt Bares! Das gilt speziell für täglich fällige Sparbücher und Sparbücher mit Bindungsfrist. Für Kapitalsparbücher gilt: Je länger das Geld angelegt wird und je höher der Betrag ist, desto wichtiger ist der sorgfältige Zinsvergleich. + Kontrollieren und verhandeln Sie die Verzinsung auf Ihren Sparbüchern.
+ Achtung vor Zinsfallen: Bei Sparbüchern mit Bindungsfrist lauert die Vorschusszinsenfalle: ein Promille pro Monat der nicht eingehaltenen Bindungsfrist vom vorzeitig behobenen Betrag. Fragen Sie Ihren Berater, wann vorschusszinsenfrei behoben werden kann.
+ Fragen Sie beim Kapitalsparbuch nach der Zinsstaffel, wenn sie es vorzeitig auflösen.
+ Sparbuch-Schließungsspesen (bis zu sieben Euro) sind verhandelbar, vor allem wenn Sie das Geld auf ein neues Sparbuch legen.

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