Stahlbauprojekt für Waterfront - ArcelorMittal Steel Student Trophy 2007/08

Österreichischs Stahlbauverband (ÖSTV)schreibt Entwurfswettbewerb für Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens aus

Wien (PWK779) - Mit diesem Wettbewerb werden nicht nur die Studierenden aller einschlägigen österreichischen Universitäten angesprochen, sondern die Ausschreibung richtet sich auch an die Architektur- und Bauingenieurfakultäten der Universitäten in Brno, Prag, Bratislava, Zagreb, Ljubljana, Budapest, Sofia, Krakau. Das Ergebnis könnte damit durchaus auch zu einer gewissen Leistungsschau zwischen diesen Universitäten führen. Diese Internationalität wird noch durch den Hauptsponsor des Wettbewerbs, den weltgrößten Stahlkonzern, ArcelorMittal, verstärkt.

Die Anregung für einen derartigen Studentenwettbewerb kam von Univ. Prof. Dipl.-Ing. Achammer vom Institut für Industriebau und interdisziplinäre Bauplanung der Technischen Universität Wien. Im Gegensatz zum "alten" Stahlbaupreis liegt der neuen ArcelorMittal Steel Student Trophy eine ganz konkrete und auch hochaktuelle Aufgabenstellung zu Grunde. Im Bereich des Ferry-Dusika-Stadions / Meiereistrasse soll eine barrierefreie Überbrückung des Handelskais entworfen werden. Dabei soll - ganz im Sinne des von der Stadt Wien forcierten Stadtentwicklungsprojekts "Waterfront" - das Donauufer mit neuen Funktionen für Freizeit-, Sport- und Gastronomieeinrichtungen aufgewertet werden. Wie aktuell und interessant diese Thematik für die Stadt Wien ist, zeigt die Tatsache, dass Stadtrat Schicker persönlich zum Start der Ausschreibung ein Initialreferat bei der Einführungsveranstaltung am 15. Oktober an der TU Wien gehalten hat.

Durch die Einbindung der Magistratsabteilungen MA 21A (Stadtteilplanung und Flächennutzung) und MA 29 (Brückenbau und Grundbau) in die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen für die ArcelorMittal Steel Student Trophy ist sichergestellt, dass die Wettbewerbsgrundlagen durchaus realitätsnahe sind. Das Ergebnis dieses Studentenwettbewerbs kann damit durchaus auch als Ideenfindung für eine später tatsächlich zu realisierende städtebauliche Maßnahme in diesem Gebiet gesehen werden.

Interessant ist auch der "didaktische" Ansatz der ArcelorMittal Steel Student Trophy. Für die Einreichungen müssen interdisziplinär zusammengesetzte Teams aus je einer/einem Architektur- und einer/einem BauingenieurstudentIn gebildet werden. Damit soll - neben der Auseinandersetzung mit einer komplexen Entwurfs- und Konstruktionsaufgabe - vor allem dem in der Praxis oft gegebenen gegenseitigen Misstrauen und Unverständnis zwischen Architekten und Bauingenieuren bereits in der Ausbildung entgegengewirkt werden.

Die Ausschreibungsunterlagen sind auf der Homepage des ÖSTV unter
http://www.stahlbauverband.at/steelstudenttrophy abrufbar.
Einsendeschluss der Arbeiten, die zuvor von den jeweiligen Instituten der Heimuniversitäten positiv beurteilt sein müssen, ist der 15. März 2008. Anschließend wird eine international und hochkarätig besetzte Jury die Preisträger ermitteln.

Durch das Sponsoring von ArcelorMittal können sich auch die Preisgelder sehen lassen: Der erste Preis ist mit 4.000 Euro dotiert, insgesamt sollen 12.000 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet werden. Auch für anschließende Publizität der Preisträger ist durch das Interesse der Stadt Wien gesorgt: Die Siegerprojekte sollen im Mai 2008 im Rahmen der Vienna Expo präsentiert werden. Sämtliche eingereichten Arbeiten werden voraussichtlich im Architekturzentrum ausgestellt.

Der Startschuss zur ArcelorMittal Steel Student Trophy 2007/08 erfolgte im Rahmen einer Einführungsveranstaltung an der TU Wien am 15. Oktober 2007. Nach der Begrüßung durch Dipl.-Ing. Dr. Walter Siokola, Vorsitzender des Technischen Ausschusses des ÖSTV, sprach Stadtrat Dipl.-Ing. Rudolf Schicker über die Wiener Stadtentwicklung. Anschließend wurden die von ihm dargelegten Grundsätze durch Mag. Arch. Peter Klopf von der MA 21A hinsichtlich der Entwicklung des Donauraums im Wiener Stadtgebiet und im speziellen des Projekts "Waterfront" präzisiert. Die Professoren Achammer und Fink forderten die Studenten an Hand von Beispielen zu "Mut zu ungewöhnlichen Lösungen" auf und unterstrichen die Notwendigkeit des fachübergreifenden Denkens bei der Lösung solcher Entwurfsaufgaben.

Der Österreichische Stahlbauverband (ÖSTV) vertritt 70 Mitglieder aus allen stahlbaunahen Bereichen gegenüber dem Gesetzgeber, den Behörden und anderen Institutionen mit dem Ziel, den Stahlbau zu fördern. Experten bearbeiten in technischen und wirtschaftsorientierten Gremien aktiv aktuelle Themen des Stahlbaus. Weiters werden zahlreiche Richtlinien und Broschüren für den Stahlbau publiziert. (us)

Rückfragen & Kontakt:

Dipl:-Ing. Dr. Walter Siokola
Zeman & Co GesmbH
Tel.: 01/81414-0
siokola@zeco.at

www.stahlbauverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0003