UEAPME-Präsident TOIFL übergibt europäisches Sozialpartnerübereinkommen an EU-Kommissionspräsidenten Barroso

Europ. Sozialpartner treffen heute EU-Kommissionspräsidenten Barroso sowie Portugiesischen Premier Minister und EU-atsvorsitzenden Jose Socrates in Lissabon

Wien (PWK777) - Georg Toifl, Obmann des österreichischen Gewerbe und Handwerks sowie Präsident von UEAPME, der Europäischen Union für Handwerk und Klein- und Mittelunternehmen, übergibt heute, Donnerstag, die "Gemeinsame Analyse über die Herausforderungen an die europäischen Arbeitsmärkte" der Europäischen Sozialpartner im Rahmen des Tripartiten Sozialgipfels in Lissabon an EU-Kommissionspräsidenten Barroso und EU-Ratsvorsitzenden Socrates.

Gemeinsam mit den Präsidenten von ETUC, BUSINESSEUROPE und CEEP ist das Treffen der europäischen Sozialpartner mit den ranghöchsten Vertretern der Europäischen Institutionen Auftakt für den informellen Europäischen Rat in Lissabon.

"Wir brauchen weitere Arbeitsmarktreformen in Europa und wir müssen uns endlich mit dem Problem der Schattenwirtschaft auseinandersetzen", fasst Toifl die Schlüsselelemente der Sozialpartneranalyse zusammen. "Aber das wichtigste an der gemeinsamen Analyse ist, dass es sie gibt. Die europäischen Arbeitgebervereinigungen und Gewerkschaften haben sich gemeinsam auf die zentralen Probleme auf den EU Arbeitsmärkten geeinigt", zeigt sich Toifl hoch zufrieden. "Das ist eine Basis, auf der wir für die Zukunft aufbauen und weiter verhandeln können", so Toifl weiter.

In seiner Rede konzentrierte sich Toifl auf die Schattenwirtschaft und die Herausforderung der Schwarzarbeit in Europa. "Schwarzarbeit trifft gerade Europas Klein- und Mittelunternehmen, die arbeitsintensive Dienstleistungen anbieten, am stärksten. Unsere Analyse zeigt deutlich, dass hohe Lohnnebenkosten, wie z.B. Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber, Ursache für die Flucht in die Schwarzarbeit sind", erklärt Toifl. Und leider sei es den europäischen Sozialpartnern nicht gelungen, noch ein Stück weiter zu gehen und konkrete gemeinsame Maßnahmen dagegen vorzuschlagen. Daher ruft UEAPME die Mitgliedstaaten der EU auf, ihre Verantwortung hinsichtlich Steuer- und Sozialversicherungssysteme wahrzunehmen und gemeinsam mit den nationalen Sozialpartnern Schwarzarbeit in legale Beschäftigung überzuführen.

Abschließend führte UEAPME die steigende Besorgnis europäischer KMUs über unfaire Geschäftspraktiken wie Preisdumping und den Missbrauch von Urheberrechten und geistigem Eigentum aus Drittländern an. UEAPME forderte die Europäische Gemeinschaft auf, ihre Anstrengungen im Kampf gegen unfaire Geschäftspraktiken aus Drittländern zu verstärken und die Interessen der Europäischen Unternehmer zu verteidigen.

"Die politische Unterstützung seitens der europäischen KMUs für die Globalisierung und für den europäischen Binnenmarkt hängt auch davon ab, ob wir in der globalen Arena ebenfalls fair behandelt werden", erklärt Toifl am Ende seiner Rede auf dem Tripartiten Sozialgipfel in Lissabon.

UEAPME ist die Europäische Union für Handwerk und KMU. Sie ist damit eine europäische Arbeitgeberorganisation mit Sitz in Brüssel. Sie hat 84 Handwerks- und KMU-Mitgliedsverbände und repräsentiert mehr als 11 Mio. Unternehmen in Europa mit mehr als 50 Mio Beschäftigten. UEAPME ist europäischer Sozialpartner.
ETUC ist der Europäische Gewerkschaftsbund; BUSINESSEUROPE ist der europäische Dachverband für 39 Arbeitgeber- und Industrieverbände; CEEP ist der Europäische Zentralverband der öffentlichen Arbeitgeber. (us)

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