Medizin-Quote: WKÖ begrüßt Aussetzung der EU-Klage

Mitterlehner: Jetzt die Zeit für eine nachhaltige Lösung nutzen

Wien (PWK773) - Die Absichtserklärung der EU-Kommission, das Verfahren gegen die Quotenregelung für ausländische Medizinstudenten an österreichischen Universitäten für fünf Jahre auf Eis zu legen, wird auch in der Wirtschaftskammer Österreich grundsätzlich begrüßt. "Zunächst bin ich erleichtert," meint Reinhold Mitterlehner, stv. Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, "denn eine Klage hätte nicht nur die medizinischen Universitäten vor große Probleme gestellt, sondern auch dem Ansehen des Hochschulwesens unseres Landes geschadet. Ein solcher Imageverlust hätte auf den Wissenschaftsbetrieb ausgestrahlt und die Rolle Österreichs als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort beeinträchtigt." Es sei aber klar, dass mit der jetzigen Lösung nur Zeit gewonnen sei. Es handle sich nicht um die beste aller denkbaren Lösungen. Optimal und nachhaltig wäre ein Aus der Klage gewesen.

"Wohl ist es ein Erfolg, wenn wir jetzt fünf Jahre Ruhe haben, doch haben wir in Wirklichkeit nur etwas Zeit gewonnen. Nun gilt es, diese Zeit zu nutzen, damit wir möglichst rasch zu einer nachhaltigen Lösung kommen, die im Einklang mit den Rechtsvorschriften der EU und den berechtigten Interessen Österreichs steht", ruft Mitterlehner zur Zusammenarbeit an einer Zukunftslösung auf. Ein richtungweisender Vorschlag wäre die Umstellung auf eine studienplatzbezogene Hochschulfinanzierung, mit der wir ja im Fachhochschulwesen seit mehr als zehn Jahren sehr gute Erfahrungen machen. Dies gehe aber nicht ohne Zusage der öffentlichen Hand, wie viele Studienplätze man zu finanzieren bereit ist. (Ne)

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