BZÖ-Prügelaffäre: Westenthaler verwickelt sich in massive Widersprüche

Justizakten: Selbst Ex-Leibwächter widerspricht Westenthaler in seiner Einvernahme

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe die bisher geheimen Akten der Staatsanwaltschaft Wien und des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Wien in der Causa des BZÖ-Chefs Peter Westenthaler.

Die Akte 224 Ur 244/07 m enthält Erhebungsberichte und Einvernahmen des LVT Wien, Akten der Sicherheitspolizeidirektion Wien und die Protokolle der Hauptverhandlung der sogenannten "Prügelaffäre", bei der Westenthalers früherer Leibwächter Siegfried K. rechtskräftig zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt wurde.

Bemerkenswert an Westenthalers Zeugenaussage vor Gericht ist die Tatsache, dass selbst der später verurteilte Leibwächter Westenthalers Aussage teilweise diametral widerspricht. So hat Westenthaler unter Wahrheitspflicht ausgesagt, er habe nichts von einer Prügelei mitbekommen und auch nicht mit Polizisten Kontakt gehabt: ""Für mich war der Abend ein ganz normaler Wahlabend, alles was passiert sein soll, habe ich im Nachhinein erfahren. Ich habe dort keinerlei Kontakt zu einem Uniformierten gehabt. Was da wieder konstruiert wird."

K. hingegen erklärte: "Wie die Einsatzwägen der Polizei kamen, habe ich Blaulicht gesehen und wir sind gemeinsam rausgegangen, ich und Westenthaler. (...) Es waren viele Menschen und dann kam ein Einsatzbeamter, hat Herrn Westenthaler angesprochen und hat gesagt, er hat gehört, es gibt eine Rauferei."

Auch eine Nachbarin und zwei Polizisten wollen Westenthaler erkannt haben, dessen Glaubwürdigkeit durch deren Zeugenaussagen massiv ins Wanken kommt.

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0003